Emma Raducanu - US Open 2021
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Emma Raducanu hatte sich in New York als 150. der Weltrangliste schon durch die Qualifikation kämpfen und bis zum Triumph insgesamt zehn Siege einfahren müssen - das hatte in der Open Era noch kein Tennis-Profi, weder im Herren- noch im Damen-Feld, geschafft.
Dabei gab die 18 Jahre alte Britin, die überhaupt erst ihr zweites Grand-Slam-Turnier spielte, keinen einzigen Satz ab.
Sie ist die erste britische Grand-Slam-Siegerin seit 44 Jahren. Die letzte Britin, die zuvor eine der wichtigsten vier Trophäen im Tennis gewonnen hatte, war Virginia Wade 1977 in Wimbledon. Wade feuerte Raducanu im Finale vor Ort an.
"Ich finde, dass das Level enorm hoch war und ich glaube, dass wir noch oft auf der Tour und hoffentlich auch in den Finals aufeinandertreffen werden", sagte Raducanu.
Raducanu schlägt Fernandez und schreibt Grand-Slam-Geschichte
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New York im Zeichen des 11. September
Ganz New York stand am Samstag im Zeichen des Gedenkens an die Opfer der Terrorattacken vom 11. September 2001.
Vor dem Start des Frauenfinals wurde eine große USA-Flagge auf dem Platz des Arthur-Ashe-Stadions ausgebreitet, während sich in den Katakomben die beiden jungen Kontrahentinnen warm machten und versuchten, den Druck vor dem größten Match ihrer bisherigen Karriere auszublenden.
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"Ich glaube einfach an mich. Ich gehe raus und werde es genießen", sagte Raducanu, bevor sie die imposante Arena betrat: "Es wird eine positive Erfahrung." Ähnlich formulierte es auch Fernandez, deren Vater und Coach nicht im Stadion war, sondern auch aus Aberglauben in Florida vorm Fernseher mitfieberte.
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Parallelen zwischen Raducanu und Fernandez
Beide Spielerinnen kennen sich seit frühester Jugend, sind 2002 jeweils in Kanada als Kinder von Einwanderern zur Welt gekommen. Und auch auf dem Hartplatz in Flushing Meadows zeigten sie frappierende Parallelen. Vor allem die Fähigkeit, das Drumherum völlig auszublenden, stach auch im Finale hervor.
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Das Match begann hochklassig - schon in den ersten Spielen ging es mehrfach über Einstand.
"Das ist so von Taktik geprägt, die spielen so clever, die beiden Teenager und ich bin sehr beeindruckt, wie sie mit der Situation umgehen", lobte Eurosport-Expertin Barbara Rittner schon früh im Match:
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Raducanu zieht im zweiten Satz davon
Die beiden Finalistinnen tauschten bei 2:0 und 2:1 Breaks aus, bis 5:4 blieb alles in der Reihe - dann schlug Raducanu zu und nutzte ihren vierten Satzball zum 6:4.
Wie eine Naturgewalt: Raducanu schnappt sich Satz eins
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Fernandez nahm eine kurze Pause, ging in die Kabine und kämpfte anschließend unverdrossen weiter. Zu Beginn des zweiten Satzes hatte Raducanu Breakchancen zum 2:0 - Fernandez hielt jedoch Stand.
Die Kanadierin breakte ihrerseits zum 2:1, gab ihren Aufschlag aber gleich wieder ab. Raducanu spielte nun wie aus einem Guss und zog auf 5:2 davon. "Sie ist dominant, ihre Schläge sehr glatt, sehr druckvoll", meinte Rittner.
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Den Triumph vor Augen, wackelte die 18-Jährige dann aber doch noch mal kurz. Bei 5:2 wehrte Fernandez zwei Matchbälle ab und kam nochmal auf 3:5 heran.
Raducanu macht Riesensatz in der Weltrangliste
Im letzten Aufschlagspiel musste die Britin dann nach einem Rutscher kurz wegen einem blutenden Knie behandelt werden. Dann aber verwandelte sie ihren dritten Matchball.
"Das ist komplett verrückt!" Raducanu verwandelt Matchball zum Titel
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Vor elf Wochen war Raducanu noch die 338 der Weltrangliste gewesen, hatte dann aber eine Wildcard für Wimbledon erhalten und war in London völlig überraschend bis ins Achtelfinale vorgedrungen. Nach den US Open wird die 18-Jährige auf Weltranglistenposition 23 geführt werden.
Für den Grand-Slam-Sieg in New York erhält sie außerdem 2,5 Millionen US-Dollar (ca. 2,1 Mio. Euro) Preisgeld. Fernandez darf sich mit der Hälfte trösten und springt in der Weltrangliste von 73 auf 28.
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Fernandez mit tollem Auftritt in New York
Die Kanadierin hatte auf dem Weg ins Finale insgesamt vier gesetzte Spielerinnen ausgeschaltet - Naomi Osaka (Nr. 3), Angelique Kerber (Nr. 16), Elina Svitolina (Nr. 5) und Aryna Sabalenka (Nr. 2) hatten gegen sie das Nachsehen.
"Am Ende hat ihr ein bisschen die Kraft gefehlt", sagte Eurosport-Experte Boris Becker.
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"Ich bin sehr stolz auf mich, wie ich hier gespielt habe", sagte eine emotionale Fernandez bei der Siegerehrung: "Es war eine besondere Erfahrung für mich. Ich hoffe, ich werde irgendwann nochmal im Finale stehen und die richtige Trophäe mitnehmen können."
Einfach wow! Fernandez hält tolle Ansprache an New York
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Das Duell zwischen Raducanu (18) und Fernandez (19) war das jüngste US-Open-Finale der Damen seit 1999 - damals standen sich Serena Williams (17) und Martina Hingis (18) gegenüber.
Kurz vor dem Matchball: Raducanu blutet am Knie und muss behandelt werden
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Links zu den US Open:
Publikum singt "Sweet Caroline" für US-Open-Siegerin Raducanu
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(mit SID)
US Open : Day 13 Top 5
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