Serena Williams liefert große Show bei letztem US-Open-Match - warum es der perfekte Abgang war

Serena Williams hat bei den US Open ihre große Karriere beendet - vermutlich. Denn so ein kleines Hintertürchen ließ sich die 40-Jährige offen. "Man weiß ja nie", sagte Williams nach dem Turnier-Aus. "Wir haben schon viele Profis aufhören sehen, aber das ist bei weitem der beste Rücktritt, den ich gesehen habe - wenn sie aufhört", lobt der einstige US-Open-Champion Mats Wilander bei Eurosport.

3. Runde: Serenas letzte große Show - Highlights

Quelle: Eurosport

Serena Williams war völlig abgekämpft, als sie kurz vor 23:00 Uhr Ortszeit im Bauch des New Yorker Arthur-Ashe-Stadions Platz nahm. Die Tränen hatte sich die Ikone aus dem Gesicht gewischt, doch der hochemotionale Moment des Abschieds bei den US Open, der um die Welt ging, wirkte nach.
So, wie es auch ihre Laufbahn, ihre Erfolge und die klaren Meinungen, die sie vertrat, tun werden.
"Danke Papa, danke Mama. Oh, mein Gott", hatte die Tennis-Queen nach ihrem Drittrunden-Aus mit zitternder Stimme gesagt und schwer bewegt auch ihren Mann Alexis Ohanian und ihre Schwester Venus in eine emotionale Rede eingeschlossen: "Ich wäre nicht Serena, wenn es Venus nicht gäbe."
Es sei "schwer zu glauben, dass die Ära Serena Williams und wahrscheinlich auch die Ära Venus Williams zu Ende sind", sagt Barbara Schett bei Eurosport. Die ehemalige Nummer sieben der Welt spielte während ihrer Karriere dreimal gegen den Superstar aus den USA.
picture

McEnroe analysiert: Das hat Serena Williams den Sieg gekostet

Quelle: Eurosport

Schett: "Wir alle dachten, es sei unmöglich"

"Serena und Venus sind durch dick und dünn gegangen, was auch immer auf dem Tennisplatz und abseits des Tennisplatzes passiert ist. Ich erinnere mich, als Venus auf die Tour kam und in einem Interview sagte: 'Wartet nur, bis meine kleine Schwester Serena kommt.' Wir alle dachten, es sei unmöglich, dass jemand schneller und besser spielt als Venus", erinnert sich Schett.
Doch genau so kam es: Serena wurde noch besser als Venus.
picture

Tränen und große Worte - Serena nimmt emotional Abschied

Quelle: Eurosport

Der Abschied der 40 Jahre alten 23-maligen Grand-Slam-Siegerin von der ganz großen Tennis-Bühne nach dem 5:7, 7:6 (7:4), 1:6 in rund drei Stunden gegen die Australierin Ajla Tomljanovic war der krönende Höhepunkt einer seit Tagen aufgeladenen Inszenierung.

Wilander lobt Williams in höchsten Tönen

"Serena hat so viel für das Tennis und die Welt, aber auch für Amerika bedeutet. Ich habe das Publikum beobachtet, und es waren so viele Menschen hier, die noch nie ein Tennismatch gesehen haben. Sie hat den Tennissport auf ein völlig neues Niveau gebracht", staunt Eurosport-Experte Mats Wilander.
picture

US Open : Top 5 shots Serena Williams

Quelle: Eurosport

Seitdem Williams, die Tennis-Queen, die auch abseits des Platzes so viel bewegt hat, Anfang August öffentlichkeitswirksam ihr anstehendes Karriereende angekündigt hatte, entwickelte sich ein Hype um die US-Amerikanerin, den die Veranstalter gekonnt pushten.
Nun ist alles vorbei und die Karriere der Ausnahmesportlerin beendet - oder?

Macht Williams doch weiter? "Australien immer geliebt"

Sie werde ihre Rücktrittsankündigung wohl nicht noch einmal überdenken, sagte Williams. Wohl. Und dann streute sie weitere leichte Zweifel an der Endgültigkeit ihrer Entscheidung. Gibt es da doch noch Spielraum? "Ich weiß es nicht", sagte sie: "Darüber denke ich nicht nach. Aber ich habe Australien immer geliebt."
picture

Williams-Wahnsinn - die besten Szenen zum Serena-Coup

Quelle: Eurosport

Williams lächelte bei dem Gedanken an das Land, in das die Szene jedes Jahr reist, um im Januar in Melbourne Grand-Slam-Sieger zu ermitteln.
Doch ein Umdenken käme überraschend. Williams hatte bereits angekündigt, ein zweites Kind kriegen zu wollen und künftig vor allem ihren Aufgaben als Mutter und Geschäftsfrau nachzugehen. Und sie sagte nun, sie wolle "etwas vom Leben haben, solange ich noch laufen kann". Zuvor hatte die Starspielerin schon Freunden und Fans gedankt, die "jahrzehntelang auf meiner Seite waren".

Williams - wie läuft es ohne das Gym?

Dass Williams es immer noch kann, hatte sie eindrucksvoll bei ihren gefeierten Siegen gegen Danka Kovinic und die Weltranglistenzweite Anett Kontaveit bewiesen. Und auch gegen Tomljanovic ließ sie ihr großes Können mehr als einmal aufblitzen. "Ich glaube, dass ich dem Tennis wirklich etwas gegeben habe", sagte Williams und nannte ihre "verrückte Intensität" als ein Beispiel: "Ich denke, dass Leidenschaft ein wirklich passendes Wort ist."
Nun wolle sie erst einmal spüren, wie es ist, nach dem Aufstehen nicht direkt ins Gym gehen zu müssen. Stattdessen rückt Töchterchen Alexis Olympia nun noch viel mehr in den Mittelpunkt.
Und wahrscheinlich kommt Williams dieser Tage auch zum Schluss, dass es ein perfekter Abgang war bei den US Open ...
(mit SID)
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Obama, James und Woods huldigen Serena Williams
picture

Keinen Moment der US Open verpassen: So funktioniert discovery+

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung