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US Open 2023: Alex Corretja und Mats Wilander nehmen Stellung zu Siegemund-Eklat in Match gegen Coco Gauff
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Publiziert 30/08/2023 um 19:19 GMT+2 Uhr
Die Eurosport-Experten Alex Corretja und Mats Wilander haben sich zur Kontroverse um die Spielgeschwindigkeit bei Coco Gauffs Erstrundensieg bei den US Open gegen Laura Siegemund geäußert. Während Wilander beide Spielerinnen und die Schiedsrichterin in die Pflicht nahm, sah Corretja eindeutig das Problem bei der Shotclock-Regel, die die Aufschlägerin seiner Meinung bevorzugt.
Stuhlschiedsrichterin Marijana Veljovic (l.) und Coco Gauff (r.)
Fotocredit: Getty Images
"Ich frage mich immer, warum man sich an der Geschwindigkeit des Aufschlägers orientieren muss, wenn man 20 Sekunden zwischen den Punkten hat. Man sagt zwar, man habe 20 Sekunden zwischen den Punkten, aber das stimmt nicht", reagierte Corretja mit Unverständnis.
"Man hat keine 20 Sekunden, wenn die andere Spielerin in fünf Sekunden zum Aufschlag bereit ist. Manchmal kann man beim Aufschlag über das Limit gehen, aber beim Rückschlag muss man dem Tempo der Gegnerin folgen. Das ist nicht einfach - und Coco hat schnell gespielt", nahm der Spanier Siegemund in Schutz.
Die deutsche war beim US-amerikanischen Publikum in Ungnade gefallen, weil sie sich bei Aufschlag Gauff vermeintlich zu viel Zeit gelassen hatte, Spielbereitschaft zu signalisieren.
Gauff beschwerte sich nicht nur ein Mal bei Stuhlschiedsrichterin Marijana Veljovic und wurde dafür vom Publikum gefeiert. Siegemund hingegen saß im Anschluss an das Match sichtlich geknickt auf der Pressekonferenz und beschwerte sich unter Tränen über die respektlose Art des New Yorker Publikums, dass sie während des eigenen Service ausgepfiffen und bei ihren Fehlern gejubelt habe.
Wilander wünscht sich früheres Eingreifen
Exakt diese Aufregung hätte laut Wilander vermieden werden können - durch ein früheres Eingreifen der Stuhlschiedsrichterin.
"Als Stuhlschiedsrichterin hätte sie Gauff erklären können, dass man als Rückschlägerin so viel Zeit hat; man hat acht Sekunden, um bereit zu sein. Wenn man diese Zeit braucht, kann Gauff nicht einfach vorher aufschlagen. Wir haben eine Shot-Clock, wo ist die?", so der Schwede.
"Ich denke, es ist ein schmaler Grat, und es ist die Schiedsrichterin, die es wahrscheinlich zu weit gehen ließ. Sie hätte Coco vielleicht warnen sollen, dass sie ein bisschen zu schnell spielt und ein Gespräch mit beiden führen und sagen sollen: 'Hey, wir sind hier nicht in der Zeit, also macht Laura ein bisschen schneller und Coco lässt sich ein bisschen mehr Zeit".
Gauff setzte sich in Flushing Meadows schlussendlich 3:6, 6:2, 6:4 durch und trifft in der zweiten Runde beim Heimturnier auf Mirra Andreeva.
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Quelle: Eurosport
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