US Open 2023 - Alexander Zverev scheitert im Viertelfinale klar an Carlos Alcaraz
Alexander Zverev ist im Viertelfinale der US Open klar an Titelverteidiger Carlos Alcaraz gescheitert. Der Hamburger musste sich nach 2:30 Stunden 3:6, 2:6, 4:6 geschlagen geben. Damit verpasste Zverev den dritten Halbfinaleinzug in New York nach 2020 und 2021. Alcaraz bekommt es im Kampf um den Einzug ins Endspiel mit Daniil Medvedev zu tun, der Andrey Rublev 6:4, 6:3, 6:4 bezwang.
Carlos Alcaraz bei den US Open 2023
Fotocredit: Getty Images
"Ich versuche, in den wichtigsten Momenten mein bestes Tennis zu spielen, aggressiv zu sein", erklärte Carlos Alcaraz nach dem Match gegen Alexander Zverev.
Tatsächlich war dies einer der beiden Hauptfaktoren für den Erfolg des Weltranglistenersten. Zverev wiederum wirkte nach der 4:41 Stunden langen Nachtschicht im Achtelfinale gegen Jannik Sinner müde, nicht im Vollbesitz seiner Kräfte.
"Mein Körper lässt mich momentan ein bisschen im Stich", sagte Zverev. Im zweiten Satz habe er sich am linken Oberschenkel verletzt. Aufgeben sei aber keine Option gewesen. "Ich höre nur auf, wenn ich am Boden liege, wie in Paris."
Das Viertelfinale begann ausgeglichen, aber nicht hochklassig. Der Unterschied im ersten Satz: Alcaraz nutzte seinen einzigen Breakball zum 5:3, der Hamburger ließ seine beiden Breakchancen wiederum liegen.
"Carlos spielt bislang nur durchschnittlich, aber es steht 6:3. Zu Beginn war er fast nervös, machte Leichtsinnsfehler, diskutierte mit dem Schiedsrichter", erklärte Tennis-Ikone Boris Becker bei "sportdeutschland.tv". Zverev müsse hingegen "mehr Emotionalität" zeigen.
Alcaraz bringt Zverev beim Return in Bedrängnis
Allerdings war es Alcaraz, der sich steigerte. Der Champion hatte den Ball nun besser auf dem Schläger und tat Zverev beim Return weh, vor allem wenn der über den zweiten Aufschlag gehen musste. Der Lohn: Das Break zum 2:1.
Zverev bekam den Fuß nicht mehr in die Tür, im Gegenteil: Im siebten Spiel produzierte er einen bitteren Doppelfehler bei Einstand, ehe Alcaraz mit dem zweiten Break des Satzes zum 5:2 für klare Verhältnisse sorgte.
Zverev verletzt: "Meine beste Waffe war weg"
Und so sah sich der deutsche Olympiasieger nach gerade einmal 91 Minuten mit einem 0:2-Satzrückstand konfrontiert.
Zverev nahm ein Medical Timeout, der 26-Jährige hatte Probleme mit dem linken Oberschenkel. "Ich habe eine Beule am Bein, das deutet auf einen Riss hin", berichtete der Hamburger später.
Die Verletzung habe ihn vor allem beim Aufschlag behindert. "Ich konnte nicht mehr voll pushen, die Geschwindigkeit ging im Vergleich zu den anderen Tagen runter. Meine beste Waffe war nach dem ersten Satz weg."
Alcaraz schaltet hoch und schafft entscheidendes Break
Dennoch bot der Weltranglistenzwölfte dem Favoriten, bei dem sich nun wieder Leichtigkeitsfehler einschlichen, Paroli.
Zverev servierte sehr stark, ließ überdies im vierten Spiel zwei Breakchancen liegen - was sich rächen sollte. Im neunten Spiel schaltete Alcaraz urplötzlich wieder einen Gang hoch und knöpfte dem Olympiasieger das Service zum 5:4 ab.
Bei eigenem Aufschlag machte der Titelverteidiger den Einzug ins Halbfinale dann klar.
Das könnte Dich ebenfalls interessieren: Medvedev wirft Rublev aus dem Turnier
/origin-imgresizer.eurosport.com/2023/08/23/3768197-76653868-2560-1440.jpg)
Becker blickt auf US-Open-Triumph: Der berühmteste Netzroller
Quelle: Eurosport
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/22/image-98b602cb-ae46-4c06-8857-c6197f655aaf-68-310-310.jpeg)