US Open 2023: Braucht Alexander Zverev einen neuen Coach? Bruder Mischa äußert klar seine Meinung
Seit Mai ist Alexander Zverev auf der Tennis-Tour wieder "nur" mit seinem Vater Alexander senior als Trainer unterwegs. Auch mit Sergi Bruguera hielt die Zusammenarbeit nicht lange. Geht es nach Zverevs Bruder Mischa, braucht die deutsche Nummer eins auch keinen neuen bekannten Namen als Trainer - der Papa sei vollkommen ausreichend und zwar aus verschiedenen Gründen.
Alexander Zverev bei den US Open 2023
Fotocredit: Getty Images
Mischa Zverev ist derzeit während der US Open für "Sportdeutschland.TV" als Co-Kommentator in der Konferenz zu hören. Hier beantwortete der zehn Jahre ältere Bruder von Alexander Zverev auf eine Zuschauerfrage, ob die deutsche Nummer eins im Tennis einen neuen Trainer benötige, entschieden: "Nein."
Vielmehr habe der 26-Jährige bereits "vier oder fünf: Mama, Papa, mich, Coach Mischa - er hat mehrere."
Mit "Coach Mischa" ist Michail Ledowskich gemeint, der nun wieder mit Alex Zverev als Hitting Partner auf der Tour unterwegs ist. Der Russe hatte nach ausgeräumten Visa-Problemen vor kurzem Tobias Kamke im Team Zverev ersetzt.
Für Mischa Zverev reicht das völlig. "Warum muss ein Spieler zwei Coaches haben?", fragte er live während der Übertragung: "Das begann mit Murray und wurde zum Trend - wenn du zwei Coaches hast, brauche ich auch zwei. Wenn du vier Autos hast, brauche ich auch vier."
Zverev nennt Djokovic und Nadal als beste Beispiele
Dazu zählte er als Beispiel auf: "Onkel Toni hat's mit Nadal alleine geschafft, Vajda hat's mit Djokovic auch alleine geschafft."
Marián Vajda hatte Djokovic von 2006 bis Anfang Mai 2017 sowie von April 2018 bis Anfang März 2022 trainiert, war zeitweise aber auch von anderen Coaches - unter anderem Boris Becker (2013 bis 2016) - unterstützt worden.
Toni Nadal hatte seinen Neffen Rafael Nadal an die Weltspitze geführt, ehe er sich 2017 mehr und mehr zurückzog und sich unter anderem auf die Leitung der Rafa Nadal Academy konzentrierte. Seit 2021 coacht er außerdem Félix Auger-Aliassime.
Zverev braucht nur eine Vertrauensperson
Alexander Zverev hatte sich wiederum im Mai von Trainer Sergi Brugera getrennt. Zuvor hatten auch schon Ivan Lendl, David Ferrer und Juan Carlos Ferrero mit Zverev gearbeitet - lange hielt keine der Trainer-Spieler-Beziehungen.
Laut Mischa müsse sein Bruder "aufpassen - ist es jetzt ein Trend oder hilft es einem wirklich?" Am Ende müsse ein einzelner Trainer immer als Vertrauensperson herhalten.
"Wenn es hart auf hart kommt in einem Match, guckst du genau eine Person an - nicht vier oder fünf. Du brauchst eine Person, der du vertrauen kannst", sagt Mischa Zverev. Natürlich müsse jeder Spieler "für sich entscheiden", was für ihn das beste Trainer-Setup ist.
Dass externe Ratgeber im Vergleich zu Familienmitgliedern schonungsloser analysieren können, glaubt er aber nicht: "Leute, die von dir Geld bekommen, sagen einem weniger ehrlich die Meinung als die, die kein Geld bekommen - da spreche ich aus Erfahrung."
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Quelle: Eurosport
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