US Open: John McEnroe will die Doping-Thematik um Jannik Sinner abschließen - "Er ist sehr gut damit umgegangen"

Trotz der Dopingthematik, die seit einigen Wochen über ihm schwebt, bewegt sich Jannik Sinner bei den US Open auf Topniveau, hat seinen Status als Nummer eins der Weltrangliste noch weiter zementiert und steht im Halbfinale von New York. Tennis-Legende hat sich im Gespräch mit Eurosport zu der Causa geäußert und ist überrascht, wie gut der Italiener mit der schwierigen Situation klarkommt.

Vorfreude auf Halbfinalduell: Sinner erwartet "hartes Match"

Quelle: Perform

"Er ist sehr gut damit umgegangen. Ich dachte wirklich, dass ihn das auf dem Platz mehr beeinflussen würde", sagte McEnroe gegenüber Eurosport, fügte, aber an, dass er in Sinners Erstrundenmatch durchaus Schwächen des Italieners sah.
Tatsächlich gab der amtierende Australian-Open-Champion den ersten Satz klar an den US-Amerikaner Mackenzie McDonald ab, bevor er aufdrehte und doch noch ziemlich deutlich in vier Sätzen in die zweite Runde einzog. "Es scheint so, als sei er darüber hinweg", sagte McEnroe.
Zu den Doping-Vorwürfen, die von der International Tennis Integrity Agency (ITIA) schnell aus der Welt geschafft wurden, wollte sich der vierfache US-Open-Sieger indes nicht mehr groß äußern.
"Ich weiß nicht genug über die Umstände. Aber wenn du hörst, dass es ein Milliardstel von einem Teilchen war, fühlt es sich so an, als könne das nicht viel bewirken", vermutete die Tennis-Legende, die das Thema am liebsten vom Tisch schieben würde.
"Ich möchte nach vorne schauen. Auf dem Level ist es immer schwierig, nicht darüber nachzudenken. Ich hoffe, dass Ergebnis, das sie hervorgebracht haben, ist richtig".

Sinner klarer Favorit im Halbfinale

Von offizieller Seite ist Sinner entlastet und auf bestem Wege, seinem Australian-Open-Sieg von Beginn des Jahres einen starken Jahresabschluss folgen zu lassen.
Am Donnerstag trifft er im Halbfinale auf den Briten Jack Draper (ab 21:00 Uhr im Liveticker). "Draper ist natürlich der große Außenseiter", sagte McEnroe, der den Druck klar beim Italiener sieht.
"Mit dem Halbfinaleinzug sind die Erwartungen an Jack gestiegen, aber du bist dann auch deutlich euphorisierter. Als er nach New York gekommen ist, hat er nicht darüber nachgedacht, im Halbfinale zu stehen. Zu diesem Zeitpunkt hat er deutlich mehr zu gewinnen, als zu verlieren", so der US-Amerikaner.


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