Alexander Zverev und die Grand Slams - Ex-Coach von Serena Williams kritisiert: "Irgendwie ein bisschen abwesend"
Publiziert 02/09/2025 um 16:19 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev hat bei den US Open in New York den nächsten bitteren Rückschlag erlitten und bekommt nun von prominenter Seite eine klare Einschätzung. Der frühere Erfolgscoach von Serena und Venus Williams, Rick Macci, sieht die Mentalität des Hamburgers als entscheidenden Faktor auf dem Weg zum ersehnten ersten Grand-Slam-Titel. Ob Zverev den noch im Kreuz hat? Macci ist davon überzeugt.
Alexander Zverev
Fotocredit: Getty Images
"Es ist möglich, dass er noch einen Grand Slam gewinnt, weil er vom Grundlinienspiel her sehr solide ist. Die Vorhand kann manchmal etwas heikel sein", erklärte Rick Macci im Interview mit "tennis365.com".
Zverev verfüge über "einen der besten Aufschläge, bewegt sich gut und verteidigt für einen großen Spieler unglaublich gut", lobte der 70-Jährige den Hamburger, der bei den US Open bereits in der 3. Runde gegen Félix Auger-Aliassime die Segel streichen musste.
Allerdings wies Macci auch auf Probleme hin, die zwischen Zverev und dem ersehnten Grand-Slam-Coup stünden. "Ich weiß nicht, was manchmal mental bei ihm vor sich geht. Er ist irgendwie ein bisschen abwesend", so der Coach, der neben den Williams-Schwestern Profis wie Andy Roddick, Maria Scharapowa oder Jennifer Capriati betreute.
Macci warnte aber auch vor der Konkurrenz, die im Vergleich zur deutschen Nummer eins zulege. "Alle anderen werden besser. Bei Zverev hängt es daran, ob er es schafft, den Schalter im Kopf umzulegen. Und um richtig gut zu sein, muss man bei jedem Punkt da sein."
Zverev und Toni Nadal? "Schaden kann das nicht"
In den vergangenen Monaten arbeitete Zverev auch mit Toni Nadal, dem Onkel und früheren Coach von Rafael Nadal, zusammen. Ob dies für den 28-Jährigen den Unterschied machen könnte? "Absolut, schaden kann das nicht", glaubt Macci.
Entscheidend sei, "was gesagt wird, wie es aufgenommen wird und ob Zverev es auch wirklich umsetzt. Wirst du es umsetzen? Welche kleinen Änderungen oder Anpassungen wirst du an deinem Spiel vornehmen?", stellte der 70-Jährige die wichtigen Fragen, die Zverev für sich selbst beantworten muss.
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Quelle: Eurosport
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