Carlos Alcaraz bei den US Open noch nicht mit dabei? Experten äußern Zweifel nach Verletzung

Carlos Alcaraz arbeitet weiter an seinem Comeback nach seiner hartnäckigen Handgelenksverletzung. Während der Spanier eine Rückkehr beim Masters in Cincinnati anstrebt, glaubt Ex-Profi Greg Rusedski nicht daran, dass der Titelverteidiger rechtzeitig für die US Open fit wird. Auch Tennis-Legende Boris Becker äußerte auf Social Media zuletzt Zweifel am Genesungsstand des Spaniers.

Carlos Alcaraz: Comeback dauert wohl an

Fotocredit: AFP

"Es würde mich sehr überraschen, wenn er die US Open spielt", sagte Rusedski in seinem Podcast "Off Court". Besonders die Art und Weise, wie Alcaraz trainierte, bereitet dem früheren US-Open-Finalisten Sorgen.
Der Spanier, der seit seiner Verletzung beim ATP-500-Turnier in Barcelona kein Match mehr bestritten hat, veröffentlichte in dieser Woche mehrere Trainingsbilder und -videos mit der Botschaft: "Auf dem richtigen Weg."
"Was mir in dem Video aufgefallen ist: Er schlägt den Ball nur mit wenig Kraft und führt manche Bewegungen lediglich an. Und beim Aufschlag – ist euch aufgefallen, dass er keinen einzigen vollständig ausgeführt hat?", so Rusedski.
Der US-Open-Finalist von 1997 führte weiter aus: "Er machte die komplette Bewegung, landete, ließ den Ball fallen und begann den Ablauf erneut. Für mich wirft ein solches Video mehr Fragen auf als es Antworten liefert. Es deutet darauf hin, dass die Verletzung deutlich ernster ist, wenn er den Ball noch immer nicht richtig schlagen kann."

Auch Boris Becker wegen Alcaraz skeptisch

Mit seiner Einschätzung steht Rusedski nicht allein da. Auch Boris Becker reagierte auf die Trainingsaufnahmen des siebenmaligen Grand-Slam-Siegers mit Sorge.
Auf der Plattform "X" schrieb der frühere Wimbledon-Champion: "Es ist schön zu sehen, dass er wieder ein wenig schlägt, aber ich fürchte, er ist noch weit von einer Rückkehr entfernt."
Trotz seiner kritischen Einschätzung betonte Rusedski, dass seine Aussagen keineswegs als Angriff auf Alcaraz zu verstehen seien. Vielmehr hoffe er auf eine vollständige Genesung des 23-Jährigen.
"Seien wir ehrlich: Wir vermissen ihn. Diese Rivalität zwischen Sinner und Alcaraz war in den vergangenen zwei Jahren unglaublich. Das Roland-Garros-Finale war mein Lieblingsmatch aller Zeiten. Die gute Nachricht ist, dass Zverev seit Alcaraz' Ausfall einen Schritt nach vorne gemacht hat. Aber wir brauchen Carlos", unterstrich Rusedski.

Rusedskis Appell: "Geh kein Risiko ein"

Der Brite appellierte deshalb an Alcaraz, nichts zu überstürzen. "Er ist ein Superstar und ich hoffe, dass er einen Weg findet, dieses Handgelenksproblem vollständig in den Griff zu bekommen. Selbst wenn das bedeutet, den Rest der Saison auszusetzen und erst vollständig genesen zurückzukehren, wäre das positiv. Nimm dir die Zeit, die du brauchst, geh kein Risiko ein."
Ob Alcaraz wie geplant Mitte August in Cincinnati auf die Tour zurückkehrt, bleibt damit weiter offen. Das Masters dient als letzter großer Härtetest vor den US Open.
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Quelle: Eurosport


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