US Open: Aryna Sabalenka kämpft im Finale gegen Elena Rybakina mit ihren Emotionen – "Sie zerstört sich selbst"

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Aryna Sabalenka ist in New York knapp am Titel-Triple der US Open vorbeigerutscht. Die Belarussin verlor gegen die neue Weltranglistenerste Elena Rybakina mit 4:6, 7:5, 2:6 und irritierte danach als schlechte Verliererin. Aus Sicht von Patrick Mouratoglou, früherer Erfolgscoach von Serena Williams, verhindern die vielen emotionalen Ausbrüche der 28-Jährigen, dass sie noch erfolgreicher ist.

US-Open-Triumph: Rybakina auf den Spuren von Williams

Quelle: Perform

"Was wir in New York gesehen haben, ist in den letzten zwei Jahren viel zu oft passiert", schrieb Mouratoglou mit Blick auf Sabalenka bei "LinkedIn".
"Sie verliert das Finale. Sie wirft ihren Schläger weg, bevor sie ihrer Gegnerin die Hand gibt. Sie geht zu ihrem Stuhl und zerbricht einen Schläger, während Elena feiert. Dann schwenkt die Kamera auf sie und sie fordert sie auf, wegzugehen", fasste der Franzose das Verhalten der Belarussin nach dem verlorenen US-Open-Finale zusammen. Sabalenka hatte einen Kameramann mit den Worten "Fuck off" - also: "Verpiss dich" - weggeschickt.
Die Niederlage in New York war bereits die vierte in einem Grand-Slam-Finale seit 2025. Mouratoglou könne die Emotionen der vierfachen Grand-Slam-Siegerin deshalb nachvollziehen. "Ich mache ihr keinen Vorwurf", so der Tennis-Trainer.
Gleichzeitig würde er aber sehen, dass ihr Verhalten auch Auswirkungen auf ihre sportlichen Leistungen habe.

Mouratoglu: Emotionen als einziger Grund für Misserfolge

"Wenn es mal nicht mehr so läuft, wie sie es sich vorstellt, geraten ihre Emotionen zu sehr außer Kontrolle, sie wird sehr negativ gegenüber sich selbst und zieht sich selbst runter", analysierte Mouratoglou.
"Je mehr Zeit vergeht, desto mehr sinkt ihr Niveau, weil sie sich selbst zerstört. Man denke nur an das Viertelfinale bei den French Open, das sie gegen Shnaider verloren hat. Der letzte Satz endete 6:0", erinnerte sich der Franzose.
Tatsächlich war Sabalenka im Juni gewohnt souverän in die Partie gegen Shnaider gestartet, hatte den ersten Satz mit 6:3 gewonnen, war nach dem verlorenen Tie-Break im zweiten Satz aber völlig von der Rolle und holte im dritten Satz kein einziges Spiel.
Er, das betonte Mouratoglou, wolle sich nicht anmaßen, der Belarussin Ratschläge zu geben. Der 56-Jährige sei sich aber sicher, dass "der Umgang mit Emotionen der einzige Grund ist, warum sie derzeit keine Grand-Slam-Turniere gewinnt."

Das unterscheidet Sabalenka und McEnroe

"Es ist traurig zu sehen, wie sich die Geschichte wiederholt. Löst sie dieses Problem, wird sie von einer Nummer zwei, die keine Grand-Slam-Turniere gewinnt, zu jemandem, der viel mehr davon gewinnt und auf Platz eins zurückkehrt", schrieb der ehemalige Trainer von Serena Williams, die insgesamt 319 Wochen auf Platz eins der Weltrangliste verbrachte.
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Fotocredit: Getty Images

Zum Abschluss seiner Analyse führte Mouratoglu noch einen interessanten Vergleich an. Das Duell von Sabalenka und der ruhigen Rybakina erinnere ihn an Spiele zwischen John McEnroe und Björn Borg.
Allerdings gibt es aus Sicht des Franzosen einen ganz entscheidenden Unterschied: "McEnroe spielte viel besser, wenn er wütend war. Wenn Aryna wütend wird, verliert sie ihr Spiel."
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Quelle: SNTV


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