US Open: Jelena Ostapenko gerät in Doppel-Match mit gegnerischen Trainer aneinander - Provokationen auf Chinesisch?
Von Niklas Bien
Update 08/09/2026 um 13:52 GMT+2 Uhr
Jelena Ostapenko hat erneut mit einem emotionalen Ausbruch für Aufsehen gesorgt. Im Doppel-Achtelfinale der US Open geriet die Lettin nach dem Matchball mit der Box ihrer Gegnerinnen Hao-Ching Chan und Maya Joint aneinander. Auch Ostapenkos Partnerin Su-Wei Hsieh jubelte demonstrativ. Während der Partie hatte sich Ostapenko über das Verhalten des gegnerischen Trainers beschwert.
Jelena Ostapenko jubelt nach ihrem Sieg im Doppel aufreizend
Fotocredit: Getty Images
Nach dem Matchball zum 6:4, 6:4 und dem provokanten Jubel des siegreichen Duos aus Ostapenko und Hsieh setzte sich die Auseinandersetzung am Netz fort.
Chan verweigerte ihrer taiwanesischen Landsfrau Hsieh den Handschlag. Ostapenko quittierte dies mit einem schockierten Blick und verließ den Platz - die hitzige Szene war damit jedoch noch nicht vergessen.
Das emotionale Ende hatte sich im Laufe der Partie bereits angebahnt. Während eines Seitenwechsels war die Lettin an den Stuhlschiedsrichter herangetreten und hatte sich über das Verhalten in der Box ihrer Kontrahentinnen beschwert.
Der Trainer des gegnerischen Doppels habe nach Fehlern von Ostapenko und Hsieh geklatscht, geschrien und sie sarkastisch auf Chinesisch gelobt. Doppelpartnerin Hsieh hatte Ostapenko die Bemerkungen aus der gegnerischen Box übersetzt.
Ostapenko in der Vergangenheit bereits auffällig
"Sie tun das, weil sie wissen, dass sie uns nicht schlagen können", sagte die French-Open-Siegerin von 2017 zum Unparteiischen, der offenkundig versprach, sich der Sache anzunehmen.
Ostapenko hatte das Verhalten als "sehr respektlos" bezeichnet und darum gebeten, einen chinesischen Übersetzer hinzuzuziehen, um nachvollziehen zu können, was aus der gegnerischen Box gesagt wurde.

Maya Joint und Hao-Ching Chan hatten Serena und Venus Williams ausgeschaltet
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Trotz der hitzigen Begleitumstände gewannen Ostapenko und Hsieh das Achtelfinale mit 6:4, 6:4.
Es war indes nicht die erste Situation dieser Art, an der die 29-Jährige beteiligt war. Im vergangenen Jahr hatte sie Taylor Townsend ebenfalls bei den US Open nach ihrer Zweitrundenniederlage vorgeworfen, "keine Klasse" und "keine Erziehung" zu haben, nachdem sich die US-Amerikanerin nicht für einen Netzroller entschuldigt hatte.
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