John McEnroe präsentiert sein fiktives Traumduell – Roger Federer fordert Carlos Alcaraz: "Ich würde sagen 50:50"
Von Niklas Bien
Publiziert 11/09/2026 um 12:11 GMT+2 Uhr
John McEnroe hat mit seinen 67 Jahren alle großen Spieler der Open Era live spielen sehen – mit sieben Grand-Slam-Titeln gehört der US-Amerikaner selbst zu den Legenden. Umso spannender ist die Besetzung seines persönlichen, fiktiven Traumduells, die McEnroe auf Nachfrage von "Tennis365" präsentierte: Roger Federer gegen Carlos Alcaraz. Da einen Sieger zu bestimmen, fiel der Tennislegende schwer.
Carlos Alcaraz - Novak Djokovic | Finale | Highlights
Quelle: Eurosport
Auf die Größen seiner eigenen Zeit verzichtete der 67-Jährige bei der Zusammenstellung seiner Traumpartie. McEnroe hatte seine Erfolge vor allem zu Beginn der 1980er Jahre gefeiert.
Stattdessen duellieren sich im fiktiven Duell des US-Amerikaners eine Tennis-Legende und einer, der in der Nachbetrachtung ganz sicher eine sein wird.
Roger Federer gegen Carlos Alcaraz: "Ich würde sagen, das wäre so ein Spiel, von dem man nur träumen kann", schwärmte McEnroe in seiner Rolle als Eurosport-Experte. In der Realität gab es diese Begegnung auf der Tour übrigens nie.
Federer gehört mit 20 Grand-Slam-Titeln zu den erfolgreichsten Spielern aller Zeiten. Der gerade einmal 23-jährige Alcaraz nähert sich der Marke mit seinen sieben Major-Erfolgen in einem beeindruckenden Tempo an.
Was spricht für Alcaraz und was für Federer?
Aber wer gewinnt das Duell der Generationen, wenn beide am Höhepunkt ihrer Leistungsfähigkeit wären?
"Ich würde sagen, das steht, na ja, 50:50, so wie ich das sehe.
Ich wollte eigentlich sagen, es hängt vom Belag ab, aber ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich entscheidend ist", analysierte McEnroe und gab dann doch seine Einschätzung zu den Chancen auf den verschiedenen Untergründen ab.

Roger Federer bei den US Open 2007
Fotocredit: Getty Images
"Ich schätze, Carlos war auf Sand bei den French Open einfach erfolgreicher", sagte der 67-Jährige über den French-Open-Champion von 2024 und 2025.
"Dann muss man schon viel Arbeit investieren, um bei Roger in Wimbledon und bei den US Open aufzuholen", so McEnroe. Der Schweizer hat achtmal in Wimbledon triumphiert. Von 2004 bis 2008 gewann er fünfmal in Folge das Major in New York.
Alcaraz 2026 ausgebremst
In diesem Jahr hatte Alcaraz nicht wirklich die Möglichkeit, näher an Federer heranzurücken. Nach seinem Australian-Open-Sieg zu Beginn des Jahres bremste ihn eine Handgelenksverletzung aus.
Nach fast fünf Monaten feierte er bei den US Open sein Comeback und scheiterte erst in einem epischen Viertelfinale an Ben Shelton.
Eins steht für McEnroe auch ohne einen zweiten Grand-Slam-Titel in diesem Jahr fest: "Der Tennissport braucht Alcaraz, und es ist toll, dass er wieder dabei ist."
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