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Wimbledon: Roger Federer kündigt Rückkehr an: "Ich werde das nicht hinnehmen"
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Publiziert 13/07/2015 um 13:15 GMT+2 Uhr
Das Ende war unwürdig, das sah selbst Roger Federer so. Der Finalverlierer des bedeutendsten Tennisturniers wollte nur noch nach Hause, verständlich, nachdem Federer seinen achten Titel in Wimbledon erneut verpasst hatte. Doch die feinen Herren des All England Club zögerten die Siegerehrung hinaus, ließen erst das Dach über dem Centre Court schließen und verlängerten so den Schmerz des Schweizers.
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"Das war ein wenig seltsam", befand Federer, er habe sich gedacht: "Kommt schon, gebt Novak den Pokal, das ist sein Moment." Nach einigen Minuten in der Kabine und einer heißen Dusche hatte sich Federer dann wieder gefangen: "Es hat mir die Chance gegeben, runterzukommen und eine bessere Idee davon zu bekommen, was da gerade auf dem Court passiert ist."
Zum zweiten Mal nacheinander hat Federer bei seinem Lieblings-Grand-Slam den magischen Triumph verpasst, der ihn zum alleinigen Rekordhalter im Rasenmekka an der Church Road machen würde. Wie im Vorjahr unterlag er dem alles überragenden Serben Djokovic, diesmal in vier Sätzen 6:7 (1:7), 7:6 (12:10), 4:6, 3:6. "Am Ende stehe ich wieder mit leeren Händen da", sagte Federer, der bis zum Finale nahezu perfektes Rasentennis geboten hatte.
Unerbittliche Spaßbremse Djokovic
In Wimbledon bleibt er der Sieger der Herzen, die Liebe des Publikums bedeute ihm sogar fast so viel wie ein Sieg, meinte der 33-Jährige. Allerdings nur fast, denn auch im fortgeschrittenen Tennis-Alter giert Federer nach großen Titeln. Nirgends sind seine Chancen größer als auf dem Heiligen Rasen von Wimbledon, umso bitterer war die erneute Niederlage.
Sicher, Federer rief im Finale nicht sein gesamtes Potenzial ab, das er vor allem im Halbfinale gegen den Briten Andy Murray so eindrucksvoll gezeigt hatte. Doch bleibt die Frage, ob es Djokovic ihm vielleicht einfach nicht erlaubt, ihm den Spaß raubt und Federer gar nicht erst ins Rollen kommen lässt.
Nur der Titel zählt
"Ich habe gegen die aktuelle Nummer eins verloren, das ist nicht außergewöhnlich", sagte Federer und ließ eine Kampfansage folgen: "Ich werde das nicht hinnehmen und sagen, das ist normal. Denn das ist es nicht. Ich habe Novak einige Male geschlagen, ich bin einer der wenigen, die gegen ihn eine Chance bekommen." Federers letzter Erfolg bei einem der vier Majors gegen Djokovic liegt allerdings schon so lange zurück wie sein letzter Titel: 2012 schlug er seinen Dauerrivalen im Halbfinale von Wimbledon.
"Ich bin noch immer hungrig und noch immer motiviert", rief Federer seinen Fans zu, als die Zeremonie auf dem Centre Court endlich begonnen hatte. Er wird wiederkommen im nächsten Jahr und aller Voraussicht nach erneut um den Titel spielen. So wie Djokovic, der neue Rasenkönig von Wimbledon.
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