Wimbledon 2017 - Alexander Zverev scheitert im Achtelfinale gegen Milos Raonic
Alexander Zverev hat Milos Raonic in seinem ersten Grand-Slam-Achtelfinale einen unglaublichen Kampf geliefert. Der 20-Jährige musste sich dem Weltranglisten-Siebten aus Kanada in fünf Sätzen mit 6:4, 5:7, 6:4, 5:7, 1:6 geschlagen geben. Nach drei Stunden und 23 Minuten verwandelte Raonic seinen ersten Matchball. "Es ist einfach frustrierend", so Zverev, der nur drei seiner 17 Breakchancen nutzte.
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"Ich hatte das Gefühl, dass ich jeden Satz bis auf den fünften locker hätte gewinnen müssen. Es gibt keine Statistik, in der ich schlechter war als er. Das ist schon unangenehm", haderte Zverev mit der Niederlage.
Der Weltranglisten-12. startete in der Tat sensationell in die Partie, zeigte im ersten Satz fast perfektes Tennis gegen den Hardhitter aus Kanada. Raonic versuchte in der Folge, mit dem Rückhand-Slice Zverevs Pläne zu durchkreuzen - was immer wieder gelang.
Der Hamburger ließ sich allerdings nicht aus dem Konzept bringen und verlor die Sätze zwei und vier denkbar knapp. Erst im fünften Satz musste Zverev seinem Wahnsinns-Pensum Tribut zollen. Raonic war nun der klar bessere Mann und entschied die Partie für sich.
Raonic fordert Federer
"Im vierten und fünften Satz hat Raonic sehr konstant gespielt und zu seinem Rhythmus gefunden", bilanzierte der ehemalige Davis-Cup-Teamchef Patrik Kühnen bei "sky".
Im Viertelfinale bekommt es Raonic nun mit Roger Federer zu tun, der beim 6:4, 6:2 und 6:4 gegen Grigor Dimitrov seine Rolle als Topfavorit eindrucksvoll untermauerte. Doch der Schweizer ist gewarnt: Im vergangenen Jahr hatte Federer im Halbfinale angeschlagen gegen Raonic verloren und daraufhin seine Saison beendet.
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