Wimbledon - Viertelfinal-Prognose: Murray-Querrey, Muller-Cilic, Raonic-Federer, Berdych-Djokovic
Andy Murray will den nächsten Schritt in Richtung Titelverteidigung machen, Roger Federer muss gegen Milos Raonic bestehen. Mit den Viertelfinals beginnt beim Rasen-Klassiker in Wimbledon die heiße Phase. Eurosport.de hat alle vier Matches unter die Lupe genommen und sagt: Dieses Quartett zieht im All England Club ins Halbfinale ein.
Eurosport
Fotocredit: Eurosport
Der Champion lässt bitten: Andy Murray - Sam Querrey
Centre Court ab 14:00 Uhr
Die Favoritenfrage ist bei diesem Match eigentlich keine, zu übermächtig erscheint Titelverteidiger Murray. Was man Querrey zugute halten muss: Der Mann macht extrem viel aus seinen Möglichkeiten. Acht Turniersiege sammelte der US-Amerikaner bislang, darunter 2010 auf Rasen im Londoner Queen's Club. Im vergangenen Jahr preschte Querrey bis ins Viertelfinale von Wimbledon - sein bislang bestes Grand-Slam-Resultat. "Rasen ist mein bester Belag, Wimbledon mein Lieblingsturnier", so der Weltranglisten-28., der mit seiner Größe von 1,98 m und seinem guten Aufschlag beste Voraussetzungen für das Spiel auf Rasen mitbringt.
Auf der anderen Seite des Netzes wird ihm allerdings der Mann gegenüberstehen, der neben Roger Federer der heißeste Kandidat auf den Titel ist. Murray bestätigte dies mit starken Auftritten in den ersten Runden, einzig in der 3. Runde gegen Fabio Fognini musste die Nummer eins der Welt einen Satz abgeben.
Der Eurosport-Tipp: Klare Sache für den Sir. Murray wird das Spiel diktieren und Querrey in drei Sätzen schlagen.
Bühne frei für den Maestro: Milos Raonic - Roger Federer
Centre Court ab ca. 17:00 Uhr
Wer gewann die letzten beiden direkten Duelle? Milos Raonic. Wer setzte sich beim letzten Vergleich in Wimbledon durch? Milos Raonic. Wer ist heute Favorit im Viertelfinale? Roger Federer. Das ist die Ausgangslage, wenn der siebenfache Wimbledon-Champion aus der Schweiz und der kanadische Hoffnungsträger um den Einzug ins Halbfinale kämpfen.
Federer spielt sich elegant, dominant und scheinbar spielerisch leicht durchs Turnier. Nicht einen Satz musste der 35-jährige Maestro bislang abgeben, beeindruckend, wie er etwa im Achtelfinale Grigor Dimitrov in drei Sätzen die Grenzen aufzeigte. Federer konnte selbst kaum glauben, wie geschmeidig er das Viertelfinal-Ticket löste:
Die Pause während der Sandplatz-Saison zahlt sich aus für Federer, der in diesem Jahr mit dem Australian-Open-Titel, dem "Sunshine Double" in Miami und Indian Wells sowie dem Rasen-Erfolg in Halle eine grandiose Bilanz hat. Raonic musste dagegen im Achtelfinale gegen Alex Zverev erkennen, dass er verwundbar ist. Erst im entscheidenden fünften Satz war der 26-Jährige der klar bessere Mann.
Der Eurosport-Tipp: Federers Serie reißt, Raonic nimmt ihm einen Satz ab. Mehr aber nicht. Ins Halbfinale zieht Federer ein.
Debütant oder Serien-Mann? Gilles Muller - Marin Cilic
No. 1 Court ab 14:00 Uhr
Alle waren gewarnt, doch keiner konnte ihn bislang stoppen. Gilles Muller sorgte schon vor Wimbledon mit dem Turniersieg in 's-Hertogenbosch für Aufsehen, seit seinem epischen Fünfsatz-Erfolg im Achtelfinale gegen Rafael Nadal ist er im All England Club in aller Munde. Zurecht. Der 34-Jährige ist als Nummer 26 der Welt im ATP Ranking so hoch notiert wie nie zuvor. In Wimbledon ist er gar an Position 16 gesetzt. Gegen Cilic spielt Muller nun das erste Grand-Slam-Viertelfinale seiner Karriere.
Cilic kennt das bereits. Der US-Open-Champion von 2014 steht in Wimbledon zum vierten Mal in Serie in der Runde der letzten Acht - und will erstmals ins Halbfinale. Der Kroate fliegt häufig ein wenig unter dem Radar, obwohl er wie Federer im bisherigen Turnierverlauf nicht einen Satz abgegeben hat.
Der Eurosport-Tipp: Muller fehlt es an Erfahrung und nach dem 4:48-Stunden-Fight mit Nadal an Kraft. Cilic wird das Match clever nach Hause spielen und sich in vier Sätzen durchsetzen.
Am Ende lacht der "Djoker": Tomáš Berdych - Novak Djokovic
No. 1 Court ab ca. 17:00 Uhr
Novak Djokovic hat aufgrund seines verlegten Achtelfinals einen Tag weniger Pause, er hat offenbar ein wenig Probleme mit der rechten Schulter und er ist verärgert über die Platzverhältnisse. Trotzdem ist der "Djoker" an der Church Road auf bestem Wege zurück zu alter Stärke. Ohne Satzverlust preschte der Serbe ins Viertelfinale. Berdych ist der erste schwere Brocken, den Djokovic im Turnierverlauf aus dem Weg räumen muss.
Der Tscheche ist ein alter Wimbledon-Hase, stand 2010 im Finale und im Vorjahr im Halbfinale. Mit dem Spiel von Djokovic hat er allerdings große Probleme, der direkte Vergleich aus Sicht von Berdych fällt mit 2:25 fürchterlich aus. Für Djokovic ein trügerischer Vorteil, weshalb er seinen Gegner lobt: "Tomas ist seit Jahren in der Weltspitze. Er hat eine gute Vorhand, eine gute Rückhand und weiß genau, was er in großen Matches machen muss." Allerdings: Djokovic weiß es noch besser.
Der Eurosport-Tipp: Djokovic lässt sich von Berdych nicht aufhalten, auch wenn er einen Tag weniger zur Regeneration hat. In vier Sätzen geht es Match an den Serben.
Werbung
Werbung
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/12/22/image-98b602cb-ae46-4c06-8857-c6197f655aaf-68-310-310.jpeg)