Bei 12:12 im entscheidenden Satz: Wimbledon führt Tiebreak ein

Der altehrwürdige All England Lawn Tennis Club bricht bei seinem weltbekannten Rasenturnier in Wimbledon mit einer Tradition: Ab dem kommenden Jahr wird in allen Wettbewerben im entscheidenden Satz beim Stand von 12:12 ein Tiebreak gespielt. Bislang mussten die Sieger im Herren- und Dameneinzel sowie in allen Doppeldisziplinen zwei Spiele Vorsprung haben.

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Vorbei sind damit die Zeiten der schier endlosen Marathon-Matches.
In diesem Sommer hatte das Halbfinale zwischen Kevin Anderson (Südafrika) und John Isner (USA) für Aufsehen gesorgt. Das Match endete erst nach 6:36 Stunden mit 26:24 im fünften Satz für Anderson.
Es war das zweitlängste Match der Turniergeschichte. Länger war nur die historische Partie zwischen Isner und dem Franzosen Nicolas Mahut, die 2010 nach drei Tagen und insgesamt 11:05 Stunden Spielzeit mit 70:68 im entscheidenden Durchgang für Isner zu Ende gegangen war.

Zeit für eine Veränderung

In den Beschluss seien das Feedback der Spieler und Offiziellen sowie Matchdaten aus den vergangenen 20 Jahren eingeflossen, erklärte Philip Brook, Vorsitzender des All England Club. Brooks sagte:
Bislang gab es bei den vier Grand-Slam-Turnieren nur bei den US Open in New York beim Stand von 6:6 im Entscheidungssatz einen Tiebreak. Dieser gehört erst seit 1970 zu den Tennisregeln des Weltverbandes ITF.
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