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Wimbledon 2018 - Angelique Kerber steht zum zweiten Mal im Wimbledon-Finale

Kerber greift nach dem Wimbledon-Titel

12/07/2018 um 18:32Aktualisiert 13/07/2018 um 09:11

Angelique Kerber hat ihr Halbfinale gegen Jelena Ostapenko souverän in zwei Sätzen mit 6:3 und 6:3 gewonnen und steht zum zweiten Mal in ihrer Karriere im Wimbledon-Finale. Die deutsche Nummer eins brauchte auf dem prall gefüllten Centre Court nur knapp über eine Stunde. Im Finale trifft die Kielerin auf die langjährige Nummer eins der Welt Serena Williams.

Im ersten Satz war die junge Lettin, Jelena Ostapenko, die aggressivere Spielerin, schlug 18 Winner (Kerber deren 6), machte aber auch mehr Fehler als die Deutsche. Mit harten Grundlinienschlägen versuchte die 21-Jährige, die ehemalige Nummer eins der Welt früh in den Ballwechseln unter Druck zu setzen.

Zu Beginn ging diese Taktik auf, ab Mitte des ersten Durchgangs drängte Kerber aber mit der deutlich sichereren Spielanlage in Richtung Break. Am Ende machte Kerber das Spiel mit bei gegnerischem Aufschlag mit 6:3 zu.

Nervenflattern am Ende

Im zweiten Durchgang agierte Ostapenko deutlich unsicherer. Kerber nahm der Lettin gleich im ersten Versuch den Aufschlag ab und führte schnell mit 5:1. Am Ende zeigte die Deutsche dann aber Nerven und ließ sich noch einmal den Aufschlag abnehmen. Insgesamt zog Kerber souveränen mit 6:3, 6:3 in ihr zweites Wimbledon-Finale ein.

"Es war ein hartes Match, Jelena kämpft immer bis zum letzten Ball und schlägt hart. Deshalb habe ich versucht, mich gut zu bewegen und meine Chancen zu nutzten. Das ist ein großartiges Gefühl, wieder im Finale zu stehen", sagte eine überglückliche Kerber nach dem Spiel.

Wer ihr im Finale gegenüberstehe, so Kerber weiter, sei ihr "eigentlich egal".

"Ich werde rausgehen und versuchen, das Match zu gewinnen."

Chance auf deutsches Finale

Kerbers Gegnerin ermitteln im Anschluss Julia Görges und US-Superstar Serena Williams. Gegen Letztere hatte Kerber 2016 im Endspiel verloren. Bei einem Sieg von Görges stünde bereits fest, dass die Wimbledonsiegerin erstmals seit Steffi Grafs letztem Triumph vor 22 Jahren aus Deutschland kommt.

Es wäre das erste rein deutsche Finale bei dem Rasen-Highlight in London seit dem legendären Duell zwischen Boris Becker und Michael Stich 1991. Bei den Frauen hatten sich zuvor einzig 1931 Cilly Aussem und Hilde Krahwinkel gegenübergestanden.

Video - Kerber und Görges im Halbfinale: Die Highlights aus Wimbledon

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