Wimbledon: Michael Stich geht mit Alexander Zverev nach dem Aus bei den All England Championships ins Gericht

Für Alexander Zverev hat es auch in Wimbledon wieder einmal nicht zum langersehnten ersten Grand-Slam-Triumph gereicht. Der Deutsche unterlag bereits im Achtelfinale dem Kanadier Félix Auger-Aliassime. Das frühe Aus führte der 24-Jährige vor allem auf seinen schwachen Aufschlag zurück. Michael Stich sieht in der Entwicklung des Hamburgers jedoch einige generelle Probleme, wie er bei "Sky" äußerte.

Zverev unterlag in Wimbeldon im Achtelfinale dem Kanadier Auger-Aliassime.

Fotocredit: Getty Images

Für den ehemaligen Wimbledon-Sieger steht zunächst außer Frage: "Alexander ist einer, der alles mitbringt, von der Schlagtechnik her". Dennoch übt der Tennis-Experte harsche Kritik am derzeit erfolgreichsten deutschen Tennisspieler.
"Ich finde, er hat sich in den vergangenen beiden Jahren spielerisch einfach nicht in einem Maße weiterentwickelt, wie ich mir das von außen betrachtend, ohne Inhalte zu kennen, wünschen würde", erklärte Stich, .
"Ich habe das Match verloren wegen meines Aufschlags, das ist kein Geheimnis", hatte Zverev selbst bei der Pressekonferenz nach seiner Niederlage gegen Auger-Aliassime den Hauptgrund für sein Ausscheiden vor drei Tagen ausgemacht.
Zverev unterlag dem auf Position 16 gesetzten Kanadier nach 4:02 Stunden mit 4:6, 6:7 (6:8), 6:3, 6:3, 4:6. Ex-Tennis-Profi Stich hatte für das frühe Ausscheiden des 24-Jährigen jedoch noch weitaus mehr Gründe parat.

Stich: "Hat vielleicht dann auch ein Motivationsproblem"

Zum verlorenen Match gegen Auger-Aliassime sagte er über die aktuelle Nummer sechs der Welt: "Er ist der dominierende Spieler, er hat das in der Hand und er gibt es eigentlich aus der Hand und es ist nicht ersichtlich, warum das passiert. Das passiert ja nicht, weil der Gegner plötzlich überragend spielt, sondern weil Alexander Konzentrationsschwächen hat und vielleicht dann auch ein Motivationsproblem hat, weil er denkt: 'Es läuft ja alles ganz einfach.'
Zudem habe Zverev "wenig Peaks in seinem Spiel", alles sei immer sehr auf einer Ebene, monierte er bei "Sky". Ein weiteres Probem sieht Stich bei dem Tennis-Ass im "Lesen des Spiels, wenn er mit seiner Rückhand-Cross Dinge vorbereitet, einfach mal ans Netz zu kommen und den Punkt abzuschließen und zu beenden".
Nicht zuletzt liefert der 52-Jährige auch noch das eine oder andere konkrete Beispiel aus dem Match, an denen die Tennis-Legende noch Verbesserungspotenzial bei Zverev ausmachte.

Zverev soll "mehr spielen, als es immer nur zu erdenken"

"Mit seinem Aufschlag bei 40:0 mal Serve-and-Volley spielen, einfach um es zu spielen. Soll der Gegner mit umgehen, was passiert. Und wenn er den Punkt verliert, verliert er ihn halt, egal", wurde der Ex-Olympiasieger deutlich.
Geht es nach Stich, dann solle Zverev künftig "einfach mehr spielen, als es immer nur zu erdenken". Da sind zu viele Gedanken und Strategie dahinter, einfach immer das gleiche machen, damit es nicht falsch läuft, so habe ich das Gefühl", stellte er seine Meinung dazu dar.
Zverev schlug bisher insgesamt sechs Mal auf dem heiligen Rasen auf. Es ging für das Tennis-Ass allerdings nie weiter als bis in die Runde der letzten 16.
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Quelle: SNTV

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