Wimbledon 2022 - Andy Murray verteidigt Unterarm-Aufschlag gegen Duckworth: "Warum soll das respektlos sein?"
VonThomas Gaber
Publiziert 28/06/2022 um 14:15 GMT+2 Uhr
Andy Murray ließ sich von den Fans in Wimbledon nach seinem Erstrunden-Sieg gegen James Duckworth feiern. Dabei verwendete der Brite eine Aufschlag-Variante, die bei Spielern und Zuschauern einen zweifelhaften Ruf genießt: den Aufschlag von unten. Murray kann das nicht nachvollziehen. "Ich persönlich habe kein Problem damit, wenn Spieler es benutzen. Das hatte ich noch nie", sagte der 35-Jährige.
'Underarm serves are not disrespectful at all' - Wilander on Murray and Kyrgios tactic at Wimbledon
Quelle: Eurosport
Murray hatte Anfang des dritten Satzes einmal den Unterarm-Aufschlag benutzt und den Punkt gewonnen.
Ein taktisches Mittel, das vor allem Nick Kyrgios gerne anwendet und damit des Öfteren negative Reaktionen hervorruft.
Murray kann damit nichts anfangen. "Ich weiß nicht, warum die Leute das als potenziell respektlos empfunden haben. Ich weiß es nicht. Ich habe das nie verstanden", sagte der zweifache Wimbledon-Champion nach seinem Viersatzsieg gegen Duckworth.
Murray weiter: "Was soll daran respektlos sein? Das ist eine legitime Art des Aufschlags."
Murray: Unterarm-Aufschlag gutes taktisches Mittel
Für Murray ist der Aufschlag von unten eine vielversprechende taktische Variante, wenn der Gegner weit hinter der Grundlinie steht.
"Ich würde nie mit dem Unterarm aufschlagen, wenn jemand an der Grundlinie steht. Ich halte das für eine blöde Idee, weil sie ihn aufspüren werden und er leicht zu bekommen ist. Aber immer mehr Spieler positionieren sich weit hinter der Grundlinie, um sich einen Vorteil beim Return zu verschaffen. Der Aufschlag mit dem Unterarm ist dann eine Möglichkeit zu sagen: 'Wenn du dort zurücktrittst, dann werde ich den möglicherweise reinwerfen'", so Murray.
Murray verblüfft auch John McEnroe
Ob klug oder respektlos - in jedem Fall hat Murray Fans und Experten verblüfft.
"Ist das Murray oder Krygios?", fragte "BBC"-Kommentator John McEnrore während der Übertragung des Matches. "Das habe ich von ihm noch nie gesehen. Wow!"
Auch ein paar Ballwechsel später dachte die Tennis-Legende noch an den Unteram-Aufschlag: "Nick (Kyrgios, Anm. d. Red.) wird es lieben, wenn er das sieht. Und er wird es verbreiten."
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'There is a lot of pressure on Raducanu' - Schett on expectations at Wimbledon
Quelle: Eurosport
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