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Serena Williams nach Wimbledon auch bei den US Open? "Sehr motiviert, zu Hause zu spielen"
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Publiziert 29/06/2022 um 14:10 GMT+2 Uhr
Nach einem dramatischen, unterhaltsamen, allerdings erfolglosen Comeback in Wimbledon nährt Serena Williams die Hoffnung, dass es in New York mit dem Spektakel weitergeht. In der Nacht nach ihrer denkwürdigen Rückkehr meldete sich Williams bei ihren Fans. Der Medienmeute hatte sie längst schon Rede und Antwort gestanden, überraschend geduldig angesichts der dramatischen Erstrunden-Niederlage.
Schett exklusiv: Dieses Level kann Serena Williams noch erreichen
Quelle: Eurosport
Ihren 15 Millionen Followern wollte sie ihre Gedanken persönlich mitteilen und vielleicht ein wenig Hoffnung auf die Fortsetzung des Tennisspektakels machen.
"Das war der Wahnsinn und so intensiv", schrieb Williams also: "Zwar nicht das Resultat, für das ich gekommen bin, aber meine Güte, ich habe es genossen. Ich hoffe, ihr auch."
Ihr Post bei "Instagram" endete mit den Worten: "Onward and up" - auf geht's. Weiter, immer weiter.
Vielleicht bis zu den US Open, ihrem Heim-Grand-Slam? Sie sei "sehr motiviert, um besser zu werden und zu Hause zu spielen", sagte Williams. Die Niederlage gegen Harmony Tan sei sicher nicht das Match, mit dem sie ihre Laufbahn beenden werde. "Sie kennen mich ja. Definitiv nicht", versicherte die US-Amerikanerin.
Ende September wird sie 41 Jahre alt, und wie gegen die mutige Französin Harmony Tan deutlich wurde, ist sie derzeit kaum mehr als ein Schatten der übergroßen Tennisspielerin von einst. Mit gewaltigem Kampfgeist und harten Schlägen zwar, aber menschlich, mit unübersehbaren Schwächen und Fehlern, die sie sich auf dem Höhepunkt ihres Schaffens nie verziehen hätte.
Nach über drei Stunden und dem 5:7, 6:1, 6:7 (7:10) war sie diesmal gnädiger.
"Heute habe ich alles gegeben, was ich konnte", sagte Williams: "Vielleicht könnte ich morgen mehr geben, vielleicht hätte ich letzte Woche mehr geben können, aber heute war nur das möglich. Manchmal muss das für dich okay sein." Immerhin lieferte sie - gemeinsam mit Tan - den Zuschauern auf dem Centre Court des All England Club eine große Show und feierte für sich selbst "einen großen Sieg. Den größten jemals", sagte sie nur halb im Scherz.
Williams leidet in Wimbledon und freut sich auf die US Open
Sie sei ruhig geblieben, "nicht wütend" geworden. "Ich habe keinen Schläger geschmissen", sagte Williams. Dabei hatte Tan, die Nummer 115 der Weltrangliste, sie durchaus genervt: mit dem Vorhand-Slice und der Respektlosigkeit, sich nie abschütteln zu lassen. Es vergingen die Stunden, und Williams, die ohne große Vorbereitung nach Wimbledon gereist war, stellte später etwas überrascht fest, dass sie körperlich ganz gut mitgehalten hatte.
Nur bei den letzten Punkten, da habe sie "gelitten", sagte die Geschäftsfrau und Mutter mit den 23 Grand-Slam-Titeln - sieben davon in Wimbledon. Dabei hatte sie für solch ein episches Match nach einem Jahr Turnierpause gar nicht genug trainiert. Warum also nicht wirklich weitermachen? Die Herausforderungen der knüppelharten Hartplätze angehen, die Emotionen in Flushing Meadows aufsaugen, dem Ort, wo einst alles begann?
Williams sagte:
Das war 1999 - vor unfassbaren 23 Jahren. Vor 9/11, Bush, Obama, Trump und Biden. Seitdem ist viel passiert, doch eines ist geblieben: Williams' unerschütterliches Selbstvertrauen. "Irgendwie bin ich Serena. Und das ist ziemlich fantastisch", sagte sie.
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(SID)
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