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Vicotria Azarenka kritisiert Wimbledon-Ausschluss weiter - Belarussin nimmt WTA in die Pflicht
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Publiziert 29/04/2022 um 10:53 GMT+2 Uhr
Victoria Azarenka zählt zu den einflussreichsten Stimmen im Frauen-Tennis. Nun hat die ehemalige Nummer Eins den Wimbledon-Ausschluss von russischen und belarussischen Athleten scharf kritisiert und die Intervention der britischen Regierung gefordert. Gleichzeitig nahm die 32-Jährige auch die WTA in die Pflicht. Ob sie mit der Angelegenheit vor Gericht zieht, weiß sie bislang noch nicht.
Victoria Azarenka in Wimbledon
Fotocredit: Getty Images
Die Organisatoren des Grand-Slam-Turniers beteuerten, dass sie "keine Alternative" gehabt hätten. "Wir glauben, dass wir im Rahmen der Möglichkeiten die verantwortungsvollste Entscheidung getroffen haben", erklärte Ian Hewitt, Vorsitzender des All England Club. Eine Maßnahme, welche Azarenka nicht akzeptieren will.
"Es macht keinen Sinn und passt nicht mit dem zusammen, was sie sagen", fasste sie zusammen. "Ich habe zu der Thematik deutlich Stellung bezogen: Ich werde niemals einen Krieg unterstützen", unterstrich die Belarussin ihre Ablehnung des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine.
Dies sei einer der Gründe, warum der Ausschluss der betroffenen Einzelsportler vom geschichtsträchtigen Rasenturnier in London ungerechtfertigt sei. "Es sollte eine Reaktion geben", nahm sie die WTA in die Pflicht.
Während des WTA-Turniers in Madrid hätte sie mit den Verantwortlichen bereits in mehreren Meetings über mögliche Lösungen diskutiert. Bei diesen Gesprächen sei Wimbledon-Geschäftsführer Sally Bolton nicht von seiner Position abgewichen. Die beteiligten Personen hätten sogar rechtlichen Beistand zu Rate gezogen.
Auf die Frage, ob sie bei Bestehen des Russen-Ausschlusses vor Gericht ziehen würde, antwortete Azarenka: "Ich bin mir nicht sicher. Das ist eine komplizierte Sache."
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Reaktion auf Krieg: Wimbledon verteidigt Ausschluss-Entscheidung
Quelle: Perform
Yastremska: "Die Entscheidung ist respektvoll"
Die Wimbledon-Entscheidung erhält hingegen vor allem aus dem ukrainischen Lager großen Zuspruch. "Wie könnte ich in der Lage sein, gegen diese Spieler beim Turnier anzutreten, während die ganze Welt über den Krieg gegen die Ukraine redet? Ich finde, ihre Entscheidung ist die richtige", äußerte sich Dayana Yastremska.
Die Ukrainerin führte weiter aus: "Die Entscheidung, die getroffen wurde, ist respektvoll. Was sie für die Ukraine getan haben, war richtig. Andere Spieler unterstützen das ebenso."
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