Wimbledon 2023 - Tatjana Maria scheitert nach Halbfinale im Vorjahr in Runde eins, Tamara Korpatsch gelingt Premiere
Tatjana Maria konnte ihr Wimbledon-Märchen nicht wiederholen. Die 35-Jährige scheiterte nach ihrem Halbfinaleinzug 2022 dieses Mal in Runde eins. Maria musste sich Sorana Cirstea 1:6, 6:2, 3:6 geschlagen geben. "Ich bin schon ein bisschen traurig, dass es so früh zu Ende ist", erklärte Maria. Tamara Korpatsch schlug Carol Zhao 1:6, 6:4, 6:2 und steht erstmals in Runde zwei eines Grand Slams.
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Im fünfte Duell mit der Nummer 37 der Weltrangliste lag die im WTA-Ranking auf Platz 62 geführte Maria schnell 1:5 zurück, nach einer knapp einstündigen Regenpause war auch der erste Satz weg.
Nach einer zweiten Regen-Unterbrechung spielte sie stabiler und glich in den Sätzen aus. In der Folge dominierte wieder die deutlich aktivere Rumänin.
Bei 3:5 im dritten Satz hatte Maria noch einmal die Chance zum Break, die sie aber nicht nutzen konnte. Wenige Augenblicke später nutzte Cirstea nach einer Stunde und 37 Minuten ihren ersten Matchball.
"Das frühe Break in Satz drei war ausschlaggebend. Cirstea hat sich damit das Selbstvertrauen zurückgeholt und sich erinnert, warum sie im ersten Satz so erfolgreich war", analysierte der ehemalige Davis-Cup-Champion Patrik Kühnen die Partie bei "Sky".
Kühnen: Cirstea hat Marias Stärke neutralisiert
Cirsteas Taktik sei "klar erkennbar gewesen. Druck machen, das Spiel gestalten. Sie hat Maria zudem deren Stärke genommen, in dem sie selbst nach vorne gegangen ist", so der 57-Jährige weiter. In Runde zwei bekommt es Cirstea mit der Siegerin der Partie zwischen Jelena Ostapenko und Greet Minnen zu tun.
Maria war indes enttäuscht, betonte aber auch, dass ihr der Halbfinal-Coup aus dem Vorjahr "immer bleiben" werde.
Den beiden Töchtern Charlotte (9) und Cecilia (2) dürfte das Aus indes nicht gefallen: Sie hatten auf eine Wiederholung des Vorjahres gehofft, um, wie die Mutter berichtete, möglichst lange die Kinderbetreuung in Wimbledon nutzen zu können.
Vor allem Charlotte, selbst ein großes Tennis-Talent, "wird schon ein bisschen traurig sein". Als Mitglied des "Final Eight"-Klubs von Wimbledon darf Maria allerdings stets auf die Anlage.
Lucky Loserin Korpatsch nimmt Glück in beide Hände
Tamara Korpatsch aus Hamburg hat bei den 136. All England Championships zum ersten Mal in ihrer Karriere die zweite Runde bei einem Grand-Slam-Turnier erreicht.
Die 28 Jahre alte Nummer 122 der Weltrangliste, die nachträglich als "lucky loser" ins Hauptfeld gerückt war, besiegte Carol Zhao aus Kanada 1:6, 6:4, 6:2.
In der Qualifikation hatte Korpatsch das entscheidende Match gegen das russische Super-Talent Mirra Andreeva verloren.
In der zweiten Runde trifft sie bei ihrer fünften Grand-Slam-Teilnahme nun etwas überraschend auf die Serbin Natalija Stevanovic, die 6:2, 6:3 gegen die an Nummer 18 gesetzte Karolina Pliskova aus Tschechien gewann.
Niemeier-Auftakt erneut verschoben
Wegen der Verspätungen durch die Regenunterbrechungen sind in Wimbledon erneut zahlreiche spät angesetzte Matches abgesagt worden.
Davon betroffen ist nach dem Nürnberger Maximilian Marterer (Zweitrundenmatch gegen Michael Mmoh/USA) auch die Dortmunderin Jule Niemeier.
Ihre Gegnerin in der ersten Runde ist die an Nummer 16 gesetzte French-Open-Finalistin Karolina Muchova aus Tschechien.
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(mit SID)
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