Wimbledon 2023 - Toni Nadal: "Federer und Nadal haben ihren Sport mehr verändert als Djokovic"
Toni Nadal, Onkel und langjähriger Trainer seines Neffen Rafael Nadal, hat während des Wimbledon-Turniers mit bemerkenswerten Aussagen aufhorchen lassen. "Ich denke, Federer und Nadal haben ihren Sport mehr verändert als Djokovic", sagte der 62-Jährige im Interview mit "claytenis.com". Federer sei sogar noch prägender gewesen als Nadal - und das, obwohl der Grand-Slam-Rekord bei Djokovic liegt.
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Quelle: Eurosport
Es sei nicht einfach, den Größten im Tennis zu identifizieren, betonte Toni Nadal. "Wenn es darum geht, zu kategorisieren, wer der Beste ist, müssten wir klare Standards festlegen, die aber immer ein wenig offen für Meinungen sind."
Nadal selbst hat indes eine klare Sichtweise.
"Federer ist derjenige, der auf höherem Niveau spielen und schwierigere Dinge realisieren konnte, Djokovic der, der mehr gewonnen hat." Wenn man aber "alle Spiele zählen würde, die Rafael aufgrund von Verletzungen nicht gespielt hat, hätte er wahrscheinlich mehr gewonnen als die anderen".
Darüber hinaus habe die Auswahl der Beläge seinen Neffen benachteiligt. "Er spielt immer drei Grand-Slam-Turniere auf dem Belag, auf dem er nicht gut ist, und eines auf dem Belag, auf dem er gut ist", betonte der 62-Jährige.
35 Grand-Slam-Titel für Nadal? Ja, wenn ...
Auf die Frage, ob Rafael Nadal bei 35 Grand-Slam-Titeln stünde, wenn bei den Australian Open auf Sand gespielt würde, antwortete Onkel Toni mit einem klaren: "Ja. natürlich." Mit der Auswahl der Beläge aber könne man steuern, welcher Topspieler wie viele der großen Turniere gewinne.
Insgesamt glaube er nicht daran, dass es in näherer Zukunft zu Neuerungen in dieser Hinsicht komme. "Sportfunktionäre zögern bei Veränderungen, denn Veränderungen bedeuten immer ein Risiko", so Nadal.
Der Tennissport aber habe sich durch seine Stars verändert - mehr durch Federer und Nadal, denn durch Djokovic. Eine These, die man im Lager des Serben freilich ganz anders sehen dürfte ...
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Quelle: Eurosport
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