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Wimbledon 2024: Angelique Kerber sucht nach ihrer alten Stärke - Alexander Zverev hofft auf sein Momentum
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Publiziert 01/07/2024 um 15:00 GMT+2 Uhr
Angelique Kerber fehlt selbst auf Rasen bislang der Schwung - in Wimbledon soll sich das ändern. Die frühere Wimbledon-Siegerin hofft auf ihrem favorisierten Untergrund auf die Rückkehr zu alter Stärke. Alexander Zverev geht dagegen nach seiner Finalteilnahme bei den French Open mit viel Selbstbewusstsein in das dritte Grand-Slam. Die deutsche Nummer eins startet mit beeindruckenden Statistiken.
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Quelle: Eurosport
Wenn Angelique Kerber von der Church Road kommend die malerische Anlage des All England Lawn Tennis and Crocket Club betritt, ist sie noch immer Champion. Ein kleines Symbol auf ihrer Akkreditierung weist die 36-Jährige als Turniersiegerin aus.
Ein Stück dieser Aura soll ihr auch sechs Jahre nach dem Triumph helfen. Sportliche Erfolge der dreimaligen Grand-Slam-Siegerin sind rar geworden.
"Wenn ich hier zurückschaue, gab es hier viele Auf und Abs", sagte Kerber: "Aber natürlich überwiegen die schönen Momente und die Emotionen, die ich hier hatte. Und ich hoffe, dass ich das auf dem Platz wieder merke und umsetzen kann."
Die Kielerin, die 2018 im Finale US-Star Serena Williams entzauberte, ist nach ihrem Comeback im Frühjahr noch immer weit von früheren Sphären entfernt.
Kerber Underdog gegen Weltranglisten-35. Putintseva
Sie geht als Weltranglisten 221. in das Erstrundenduell gegen die kasachische Weltranglisten-35. Julija Putintseva. Und ohne große Erwartungen. Weiter im Turnierbaum hat Kerber noch nicht geschaut. "Ich muss erstmal die erste Runde gewinnen, ganz ehrlich", sagte sie.
Kerbers Hoffnungen liegen auch in ihrer sportlichen Vergangenheit, in dem besonderen Gefühl, dass sie auf dem akkurat gemähten Rasen verspüren kann.
Zverev will in Wimbledon endlich triumphieren
Bei Alexander Zverev ist es genau anders herum. Bisher verbindet den Olympiasieger mit dem Klassiker nicht viel. Aber Zverev verspürt das Momentum und will endlich auch bei seinem bisher schwächsten Grand Slam angreifen.
Eine Statistik weist die aktuelle Stärke des 27 Jahre alten Hamburgers auf Majorlevel aus: Mit 584 Gewinnschlägen liegt er nach den Australian Open und den French Open an Position eins, Carlos Alcaraz (465) und Jannik Sinner (462) folgen mit einigem Abstand.
Aber der Spanier und die neue Nummer eins der Welt aus Südtirol haben in Paris (Alcaraz) und zuvor in Melbourne (Sinner) triumphiert - Zverev, der in Wimbledon noch nie über das Achtelfinale hinauskam, jagt noch immer seinem ersten Grand-Slam-Titel hinterher.
Zverev offensiv vor Erstrundenduell
In Wimbledon versucht er es mit einem veränderten Mindset. Zverev nimmt den von ihm bisher ungeliebten Belag demonstrativ an und äußerte sich vor dem Auftakt am Dienstag gegen den Spanier Roberto Carballes Baena viel offensiver als in der Vergangenheit.
Ja, es müsste einiges gut laufen für ihn, um eine Chance auf den Titel zu haben. "Wenn all diese Dinge vielleicht einmal zu meinen Gunsten ausfallen, glaube ich dann, dass ich gewinnen kann?", fragte er sich selbst.
Die Antwort lautet: Ja.
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