Wimbledon: Jan-Lennard Struff scheitert nach großem Kampf gegen Carlos Alcaraz in Runde drei - letzter Deutscher raus

Jan-Lennard Struff hat Titelverteidiger Carlos Alcaraz (Spanien) in der dritten Runde in Wimbledon einen großen Kampf geliefert, der jedoch nicht von Erfolg gekrönt war. Der Warsteiner unterlag dem fünfmaligen Grand-Slam-Sieger nach 2:25 Stunden mit 1:6, 6:3, 3:6, 4:6. Damit ist auch der letzte Deutsche in der Herren-Konkurrenz ausgeschieden. Alcaraz trifft im Achtelfinale nun auf Andrey Rublev.

Jan-Lennard Struff (l.) klatscht mit Carlos Alcaraz ab

Fotocredit: Getty Images

Jan-Lennard Struff hat auf dem Centre Court in Wimbledon eine Sensation gegen Titelverteidiger Carlos Alcaraz trotz einer couragierten Vorstellung verpasst. "Ich habe den Carlos gepusht. Ich hätte ihn in den fünften Satz bekommen können", sagte Struff: "Ich bin zufrieden, dass ich dritte Runde hier gespielt habe. Das ist ein Saison-Highlight bei mir gerade."
Der 35 Jahre alte Warsteiner unterlag dem Topfavoriten mit 1:6, 6:3, 3:6, 4:6 und schied in der dritten Runde des Rasen-Klassikers aus. Struff war nach dem frühen Scheitern von Topstar Alexander Zverev und Daniel Altmaier der letzte Hoffnungsträger bei den deutschen Männern.
Gegen den spanischen Weltranglistenzweiten, der seinen 21. Sieg in Folge feierte, hielt Struff phasenweise stark dagegen, in den entscheidenden Momenten fehlte ihm aber die Kaltschnäuzigkeit. Im fünften Aufeinandertreffen mit Struff ging Alcaraz zum vierten Mal als Sieger vom Platz.
Nach rund zweieinhalb Stunden Spielzeit nutzte der French-Open-Champion, der in Wimbledon zum dritten Mal in Folge gewinnen will, seinen ersten Matchball.

Struff legt Fehlstart gegen Alcaraz hin

Struff war zuletzt auf der Suche nach seiner Form. Mit seinem Zweitrundensieg gegen den gesetzten Kanadier Félix Auger-Aliassime hatte er am Donnerstag aufhorchen lassen.
Gegen Alcaraz ließ er auf dem heiligen Rasen im All England Club vor den Augen von Boxstar Anthony Joshua beim Stand von 1:1 im ersten Satz zwei Breakbälle ungenutzt und verlor dann völlig den Faden. Nach 27 Minuten war Satz eins verloren.
Im zweiten Satz präsentierte sich Struff aber wie verwandelt, spielte aggressiver und stellte Alcaraz auch mit Netzangriffen vor Probleme. Alcaraz spielte nicht auf seinem Topniveau, der Deutsche schnappte sich den Durchgang verdient.
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Carlos Alcaraz bejubelt seinem Drittrundensieg gegen Jan-Lennard Struff

Fotocredit: Getty Images

Struff zeigt Nerven

Eine Schwächephase mit vielen Doppelfehlern zu Beginn des dritten Satzes wurde für Struff jedoch teuer, Alcaraz kam in den Flow. Im fünften Satz bäumte sich Struff nochmal auf, zeigte beim Stand von 4:4 aber wieder Nerven - und kassierte das entscheidende Break.
Dennoch kann Struff ein positives Gefühl mit aus London nehmen. Vor Wimbledon hatte er in diesem Jahr nur fünf Matches gewonnen. Sowohl bei den Australian Open als auch bei den French Open war Struff jeweils an seiner Auftakthürde gescheitert.
Im vergangenen Jahr war er in London ebenfalls in der dritten Runde ausgeschieden.
(SID)
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Quelle: Perform


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