Patrick Mouratoglou erklärt, was Alexander Zverev zu Jannik Sinner und Carlos Alcaraz fehlt: "Notwendiger Schritt"
VonNiklas Bien
Update 22/07/2026 um 09:26 GMT+2 Uhr
Alexander Zverev bewegt sich in den vergangenen Monaten auf einem neuen Level: Mit dem Erfolg in Roland-Garros hat er den Makel vom fehlenden Grand-Slam-Titel behoben, in Wimbledon ließ er das Endspiel folgen. Auf einer Stufe mit Jannik Sinner und Carlos Alcaraz befindet sich Zverev aus Sicht von Star-Trainer Patrick Mouratoglou aber noch nicht. Gerade sein Angriffsspiel müsse er dafür anpassen.
Highlights: Sinner vereitelt Zverevs Grand-Slam-Doppelschlag
Quelle: SNTV
"Damit er konstant und effizient aggressiv spielen kann, muss er zeigen, dass er dazu in der Lage ist, dies immer wieder zu tun, bis es ihm in Fleisch und Blut übergegangen ist", sagte Mouratoglou in einem Instagram-Reel auf seinem Account.
Es wäre ein Fehler, so der ehemalige Trainer von Serena Williams, wenn Zverev - etwa beim bald beginnenden US Swing - wieder anfange, "das Spiel von der Grundlinie aus zu kontrollieren, anstatt aggressiv zu spielen."
Gelinge Zverev die dauerhafte Anpassung an die aggressive Spielweise nicht, würde das zeigen, "dass er den notwendigen Schritt nicht geschafft hat", mahnte der 56-Jährige.
Mouratoglou bezog sich in seinem Post auf einen Ausschnitt der Pressekonferenz nach dem Wimbledon-Finale. Dabei wurde der Weltranglistenzweite gefragt, ob er auch nach der Rückkehr von Carlos Alcaraz noch ganz oben mitmischen, möglicherweise für eine Big Three sorgen könnte.
"Zverev nicht auf dem Niveau von Alcaraz und Sinner"
"Ich hoffe es, dafür bin ich ja hier", hatte der 29-Jährige nach seiner 7:6 (9:7), 6:7 (2:7), 3:6, 4:6-Niederlage gegen Sinner geantwortet.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/22/image-8474eb85-920b-4c3e-adfa-3d79387a83c4-85-2560-1440.jpeg)
Alexander Zverev verlor das Endspiel von Wimbledon gegen Jannik Sinner
Fotocredit: Getty Images
"Es ist ein großer Meilenstein für ihn, seinen ersten Grand Slam zu gewinnen und im Finale des nächsten zu sein - gerade auf Sand und Rasen. Er hat definitiv ein neues Level erreicht", betonte Mouratoglou. Der Franzose hatte auf die Ausgangsfrage allerdings eine genauso deutliche Antwort.
Mouratoglou zu Wimbledon-Finale: "Sinner war nicht in Bestform"
"Ist er schon auf dem Niveau von Alcaraz und Sinner? Ich glaube nicht", stellte der 56-Jährige klar "Auch wenn er im Finale einige seiner besten Ballwechsel gezeigt hat und Sinner meiner Meinung nach nicht in Bestform war, hat er dennoch nicht gewonnen."
Die vergangenen zehn Aufeinandertreffen zwischen Zverev und Sinner gingen allesamt an den Italiener. In Abwesenheit des verletzten Alcaraz holte der Hamburger trotzdem seinen ersten Majortitel und schob sich zuletzt in der Weltrangliste am Spanier vorbei.
Anfang August schlägt Zverev beim Masters in Montréal auf, US-Open-Sieger Alcaraz soll einen halben Monat später in Cincinnati sein Comeback feiern.
Das könnte Dich auch interessieren: Hart erkämpfter Dreisatz-Sieg: Struff nimmt Wimbledon-Schwung mit
/origin-imgresizer.eurosport.com/2026/07/19/image-bbd7fc80-0e27-4be9-a2d4-bd137d7b941a-85-2560-1440.png)
Tsitsipas feiert ersten Turniersieg seit über einem Jahr - Highlights
Quelle: SNTV
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung