Cincinnati: Osaka spielt nach Protest gegen Polizeigewalt doch weiter

Naomi Osaka hat sich aus Protest gegen Polizeigewalt in den USA von den Southern & Western Open zurückgezogen - und ihre Entscheidung wieder revidiert. Die Japanerin hatte vor dem Halbfinale gegen Elise Mertens erklärt, dass sie bei der Generalprobe der US Open nicht mehr antreten werde. Osaka änderte ihre Meinung, da die Turnierveranstalter am Donnerstag aus Solidarität keine Matches ansetzten.

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"Ich bin gestern aufgrund von Rassismus und erneuter Polizeigewalt aus dem Turnier ausgestiegen", wird Osaka vom britischen "Guardian" zitiert.
Nach der Ankündigung und langen Gesprächen mit der WTA und der USTA habe sie sich jedoch auf deren Bitte hin bereit erklärt, am Freitag zu spielen. "Sie boten an, alle Spiele auf Freitag zu verschieben und meiner Meinung nach bringt das mehr Aufmerksamkeit für die Bewegung", so die 22-Jährige.

"Schritt in die richtige Richtung"

"Als schwarze Frau habe ich das Gefühl, dass es viel wichtigere Dinge gibt, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern, als mir beim Tennisspielen zuzuschauen", hatte Osaka schon am Tag zuvor bertont. "Ich gehe nicht davon aus, dass etwas Drastisches passiert, wenn ich nicht spiele. Aber wenn ich in einem mehrheitlich weißen Sport eine Diskussion in Gang bringen kann, betrachte ich das als einen Schritt in die richtige Richtung."
Auslöser für Osakas Protest ist der Fall Jacob Blake. Der Schwarze war am vergangenen Wochenende von einem Polizisten von hinten niedergeschossen worden.
(SID)
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