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WTA Dubai: Naomi Osaka unterliegt Kristina Mladenovic in Runde zwei

Nach Trainer-Rauswurf: Osaka scheitert in Dubai beim Auftakt
Von tennisnet.com

20/02/2019 um 11:34Aktualisiert 20/02/2019 um 13:22

Der Höhenflug der US-Open- und Australian-Open-Siegerin Naomi Osaka ist vobei. Beim stark besetzten WTA-Premier-5-Turnier in Dubai verlor die Weltranglisten-Erste nach einem Erstrunden-Freilos gegen Kristina Mladenovic mit 3:6, 3:6. Die Französin hatte dieses Jahr vor Dubai noch kein Spiel gewonnen. Nach ihrem frühen Ausscheiden in Dubai wirkt Osaka ratlos und mit der Situation überfordert.

Im „Secret Garden des Jumeirah Creekside-Hotels wirbelte gerade die Bauchtänzerin „Fernanda bei ihrer feurigen Show zwischen den Tischen umher, da marschierte Naomi Osaka still und heimlich am Haupteingang zur Spielerparty vorbei. Osaka war nicht nach Feiern zumute, auch nicht danach, wenigstens noch irgendwie gute Miene zum bösen Spiel zu machen – für Sponsoren oder den Marketingbetrieb ihrer eigenen Tennisgewerkschaft WTA. Einen kurzen Blick warf Osaka hinüber zum Glitzer und Glamour, zu ihren feiernden Kolleginnen, dann schaute sie wieder unglücklich zu Boden und marschierte zwischen breitschultrigen Bodyguards zurück zu ihrem Hotelzimmer.

Es war das traurige Ende eines traurigen Tages für Osaka. Eines Tages, der zeigte, wie sehr die scheue Japanerin noch mit ihrer Rolle als globale Branchenführerin des Tennisbetriebs fremdelt. Und wie sehr die jähe Trennung von ihrem Erfolgscoach Sascha Bajin noch nachwirkt. Osaka sagte nach ihrer krachenden 3:6, 3:6-Auftaktniederlage gegen die Französin Kristina Mladenovic beim Millionenspiel am Golf:

"Ich weiß gar nicht, was im Moment mit mir geschieht. Ich habe das Gefühl, dass mich die ganze Welt anstarrt – und nicht mit einem guten Gefühl. "

Trennung von Sascha Bajin noch frisch

Nur gut eine Stunde hatte Osakas erster Auftritt als neue Nummer eins des Damentennis gedauert, der erste Turnierstart als Spitzenkraft, dann war auch schon wieder alles vorbei. Später, als sie in den Katakomben der Zeltdach-Arena mühsam um Worte und Erklärungen rang, sagte die 21-Jährige:

"Es war ein Desaster, eine Katastrophe. "

Gefragt, ob das Scheitern mit der Trennung von ihrem deutschen Coach Bajin und den kritischen öffentlichen Reaktionen zusammenhänge, machte die Japanerin aus ihrem Herzen keine Mördergrube: „Dieses Match hier ist das Resultat davon.“

Einmal brach Osaka beim Frage-und-Antwort-Spiel mit dem Pressekorps sogar in Tränen aus, ein Moderator der WTA wollte sie sogar schon nach draußen vor die Tür geleiten, um sich zu sammeln. Doch Osaka lehnte ab:

"Es ist okay. Ich muss da durch."

Video - Osaka oder Kvitova: Der große Vergleich von unseren Expertinnen

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