Serena Williams verzaubert Queen's Club in London mit Comeback - Lindsey Vonn schwärmt von Rückkehr des Superstars
Update 10/06/2026 um 14:53 GMT+2 Uhr
Serena Williams ist bei den Queen’s Club Championships in London auf die große Bühne zurückgekehrt und zog die Tennis-Welt nach ihrer Abwesenheit von 1376 Tagen sofort wieder in ihren Bann. Ob Mitspielerin Victoria Mboko, die kommende Gegnerin Leylah Fernandez oder Ski-Superstar Lindsey Vonn - die Königin des Tennis wusste ihre Fans zu verblüffen. Auch eine Rückkehr nach Wimbledon rückt näher.
Highlights: 44-jährige Serena Williams kann's noch immer
Quelle: Perform
"Oh mein Gott", stieß Leylah Fernandez mitten in ihrem Interview heraus - "Entschuldigung, aber es ist einfach so verrückt, ihren Namen zu hören."
Kurz zuvor war die Nummer 23 der Welt im Londoner Queen's Club noch an Auftakthürde Katie Boulter gescheitert (6:3, 6:7, 5:7), doch ein einziger Augenblick ließ sie all ihre Sorgen vergessen. Warum? Die Königin des Tennis wurde auf den Court gebeten - Serena Williams kehrte offiziell auf die große Bühne zurück.
An der Seite der 19-jährigen Victoria Mboko feierte der US-Superstar im Doppel auf dem ausverkauften Centre Court einen Zweisatz-Sieg über Erin Routliffe und Nicole Melichar-Martinez (7:6, 6:2). In Runde zwei trifft das Duo, das auch wegen einer Altersdifferenz von 25 Jahren ins Auge sticht, auf die bereits zuvor erwähnte, völlig faszinierte Fernandez und Partnerin Laura Siegemund.
Der Trubel rund um ihr erstes offizielles Match seit 1376 Tagen offenbarte jedoch, dass die Rückkehr von Williams viel mehr als nur ein gewöhnliches Comeback war.
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Serena Williams im Londoner Queen's Club 2026
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Serena Williams: Selbst die Partnerin ist ein großer Fan
Das spiegelte sich bereits in den ehrfürchtigen Worten ihrer Partnerin wider.
"Ich fühle mich sehr geehrt, mit dir spielen zu dürfen", meinte Mboko in Richtung der 44-Jährigen, die im Laufe ihrer Karriere nur mit einer Handvoll Spielerinnen im Doppel an den Start gegangen ist. "Es ist ein riesiges Privileg an deiner Seite auf dem Platz zu stehen."
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Victoria Mboko und Serena Williams bilden in London ein starkes Team
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Ein Blick auf die Zahlen liefert eine passende Erklärung für jene Begeisterung, die auch in ihren Augen aufblitzte.
Bevor Mboko am 26. August 2006 auf die Welt kam, hatte Williams bereits sieben Grand-Slam-Titel im Einzel, sechs im Doppel und zwei im Mixed gewonnen - und sich ganz nebenbei mit ihrer Schwester Venus zur Doppel-Olympiasiegerin gekrönt. Bis 2017 gesellten sich 24 weitere Titel auf Major-Niveau sowie drei olympische Goldmedaillen dazu.
Williams schüttelt den Rost ab - und lässt Fans ausflippen
Angesichts der knapp vierjährigen Wettkampfpause war etwas Rost bei der "Queen of Tennis" nur allzu verständlich. Diesen schüttelte Williams jedoch alsbald ab.
Nach einem misslungenen Volley früh in der Partie meldete sich die siebenmalige Einzelsiegerin von Wimbledonsiegerin mit starken Grundschlägen und einem präzisen sowie brachialen Aufschlag zurück. Den größten Anteil am Auftaktsieg in London hatte aber ihre deutlich jüngere Partnerin.
"Sie hat uns durch das Match getragen und in den entscheidenden Phasen groß aufgespielt", schickte sie ein Lob an Mboko, die keine einzige Breakchance gegen sich zugelassen hatte. "Ich konnte mich auf sie verlassen."
Ein Ritterschlag für die Nummer neun der Welt - die schillerndsten Momente auf dem Platz beanspruchte Williams aber selbstverständlich für sich.
Mit einem für unmöglich gehaltenen Rückhand-Winner im ersten Satz riss sie die Zuschauer im Queen's Club von ihren Sitzen. "Da war dieser eine Schlag von dir - erinnerst du dich? Du warst mitten im Lauf und hast die Rückhand gespielt”, sagte Mboko auf der anschließenden Pressekonferenz. "Und ich dachte nur: 'Oh mein Gott, sie hat ihn tatsächlich gemacht.'"
Ein Ass mit einer Geschwindigkeit von 193 km/h erinnerte an alte Zeiten, gegen Ende der Partie legte sie mit zwei weiteren perfekten Aufschlägen nach - und holte sich auch dafür lautstarken Applaus von den Zuschauerrängen ab.
Kehrt Williams auch nach Wimbledon zurück?
Auf jenen tummelte sich so mancher prominenter Gast - so auch Ski-Superstar Lindsey Vonn. "Herzlichen Glückwunsch zu deinem Comeback", meinte die 41-jährige US-Amerikanerin in einem Video in den Sozialen Medien. "Ich bin so stolz auf dich. Der GOAT ist endlich zurück."
Am stolzesten machte Williams jedoch die Anwesenheit ihrer beiden Töchter Olympia (8) und Adira (2). "Für mich spielen im Moment so viele Faktoren eine Rolle. Vor allem die Tatsache, dass meine Kinder mich spielen sehen", sprach die Tennis-Mama über einen der Gründe für ihre Rückkehr.
Lustigerweise hatten ihre Kinder aber wenig Interesse am Sieg ihrer Mutter. "Adira wollte nach dem Spiel in einen Spielzeugladen und Olympia wollte wissen, was es zum Abendessen gibt", gab Williams lachend zu.
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Serena Williams könnte auch nach Wimbledon zurückkehren
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Im Queen's Club möchte die Altmeisterin so lange wie möglich dabei sein - doch was folgt dann? Zwischen 13. und 21. Juni wird sie beim WTA-Turnier in Berlin erwartet (live im Stream bei HBO Max). Auch in Deutschland ist sie nur im Doppel gemeldet. Eine Rückkehr auf den Court im Einzel ließ Williams bislang offen.
"Im Moment ist es ein Nein. Ich habe das Gefühl, dass ich wahrscheinlich noch etwas mehr trainieren muss, wenn ich im Einzel spielen will", hatte sie vor ihrem Auftaktmatch im Queen's Club gesagt: "Wir werden sehen, ob ich es schaffe."
Ein Auftritt in Wimbledon hält sich ebenso hartnäckig in der Gerüchteküche: Angesichts ihrer neuen Verpflichtungen als Familienmensch würde ein Ausflug an die Church Road durchaus Sinn machen. "Es ist Sommer, die Kinder haben schulfrei - also ist es der perfekte Zeitpunkt, rauszugehen, Spaß zu haben und einfach zu schauen, was passiert", meinte sie. Was im Herbst passiert - das weiß nur sie.
Wie in London aber ersichtlich wurde, freut sich die Tennis-Welt derweil aber über jeden einzelnen Punkt, den die zurückgekehrte Königin auf dem Court spielt.
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Quelle: SNTV
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