WTA Queen’s Club - Tatjana Maria findet deutliche Worte in Richtung der Veranstalter: "Das ist schwer zu akzeptieren"

Für Tatjana Maria beginnt die Mission Titelverteidigung beim WTA-Turnier im Queen's Club mit einem bitteren Beigeschmack. Die Deutsche kritisierte die Veranstalter scharf, nachdem sie trotz ihres Triumphs im Vorjahr keine Wildcard für das Hauptfeld erhalten hatte. "Ich war mir ziemlich sicher, eine Wildcard zu bekommen, weil ich hier im vergangenen Jahr gewonnen habe", sagte die 38-Jährige.

Tatjana Maria findet deutliche Worte in Richtung der Organisatoren des Queen's Clubs

Fotocredit: SID

Gegenüber Reportern in London führte Maria weiter aus: "Es ist ja nicht fünf Jahre her." Besonders enttäuscht zeigte sich die Weltranglisten-52. darüber, dass ihre Rolle als Titelverteidigerin bei der Vergabe offenbar keine entscheidende Rolle spielte.
2025 hatte Maria für eine der größten Überraschungen der Rasensaison gesorgt. Als Qualifikantin stürmte die Deutsche zum Titel und bezwang dabei unter anderem Elena Rybakina, Madison Keys und Amanda Anisimova. Mit 37 Jahren wurde sie zudem zur ältesten Siegerin eines WTA-500-Turniers.
Dennoch erhielt Maria für die diesjährige Ausgabe keine Wildcard. Stattdessen vergaben die Organisatoren alle vier Einladungen an britische Spielerinnen. Die Deutsche musste daher erneut den Umweg über die Qualifikation nehmen, meisterte diese jedoch erfolgreich und erreichte das Hauptfeld.
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Tatjana Maria gewann 2025 das Rasenturnier im Queen's Club - nun erhält sie keine Wildcard, ist aber dabei

Fotocredit: Getty Images

"Ich war überrascht, als ich die Nachricht von Turnierdirektorin Laura Robson erhielt, dass alle Wildcards an britische Spielerinnen gehen würden. Natürlich verstehe ich das, aber als Titelverteidigerin ist das schwer zu akzeptieren. Ich dachte, ich hätte eine Wildcard verdient", betonte Maria.

Maria wütet und qualifiziert sich trotzdem

Noch deutlicher wurde die Deutsche mit Blick auf den Umgang mit früheren Siegerinnen: "Man muss Spieler generell respektieren. Wenn man ein Turnier gewonnen hat und im Jahr darauf nicht direkt im Hauptfeld steht, sollte das automatisch berücksichtigt werden. Das ist eine Frage des Respekts."
Die Verantwortlichen des britischen Tennisverbandes LTA verteidigten ihre Entscheidung. Ziel sei es, heimischen Spielerinnen zusätzliche Möglichkeiten zu geben, Weltranglistenpunkte zu sammeln und sich weiterzuentwickeln.
Maria trifft in der ersten Runde des Hauptfelds auf die Griechin Maria Sakkari. Sollte sie die frühere Top-Ten-Spielerin besiegen, würde im Achtelfinale die Topgesetzte Elena Rybakina warten – jene Gegnerin, die Maria auf ihrem Weg zum Titel im vergangenen Jahr bereits bezwingen konnte.
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Quelle: Eurosport


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