Doppelschlag von Kerber: Viertelfinale gebucht, Platz zwei zurückerobert

Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber hat sich ins Viertelfinale des hochkarätig besetzten WTA-Turniers in Miami vorgekämpft. Gegen die Ungarin Timea Babos siegte die an Position zwei gesetzte Kielerin nach 2:11 Stunden und einer starken Energieleistung mit 6:2, 3:6, 6:4. Damit steht fest: Kerber wird in der Weltrangliste wieder an Agnieszka Radwanska vorbeiziehen und auf Platz zwei klettern.

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Kerber, die letzte im Wettbewerb verbliebene Deutsche, trifft nun in der Runde der letzten Acht auf die US-Amerikanerin Madison Keys.
Die Nummer 22 der Setzliste hatte zuvor Irina Begu (Rumänien), in Runde zwei Bezwingerin der ehemaligen Wimbledon-Finalistin Sabine Lisicki, mit 6:3 und 6:1 ausgeschaltet.
"Nachtschwärmerin" Kerber ließ während der schweißtreibenden Partie keinen Zweifel daran, dass sie nach ihrer Schwächephase endlich wieder Zugriff auf ihre vielleicht größte Waffe hat: Den unermüdlichen Kampfgeist. "Es hat eben Zeit gebraucht, um nach meinem Sieg in Australien alles wirken zu lassen und zu realisieren. Das geht nicht von heute auf morgen", sagte Kerber dem SID und meinte: "Viele Athleten, die schonmal einen großen Erfolg feiern durften, wissen, wovon ich rede. Es dauert eben seine Zeit, das alles sacken zu lassen."
Nach ein paar Trainingstagen mit Steffi Graf und André Agassi in Las Vegas glaubt Kerber die Balance aus Training, Matches und ihren nun umfangreicheren Pflichten abseits des Courts gefunden zu haben. Der Lernprozess scheint abgeschlossen, ihre Medientermine hat sie auf ein Minimum reduziert. "Ich bin wieder irgendwie befreiter und lockerer, alles fühlt sich ein bisschen entspannter an", erklärte die Fed-Cup-Spielerin: "Und ich weiß, was ich zu tun habe."

Williams muss Segen streichen

Überraschend ausgeschieden war zuvor Titelverteidigerin Serena Williams. Die Nummer eins aus den USA, die das mit 6,844 Millionen Dollar dotierte Hartplatzturnier auf der vorgelagerten Halbinsel Key Biscayne in den vergangenen drei Jahren und insgesamt achtmal gewonnen hat, verlor gegen die an Position 15 gesetzte Russin Swetlana Kusnezowa 7:6 (7:3), 1:6, 2:6.
Der eigentlich so dominanten Branchenführerin, die ihr schlechtestes Abschneiden in Miami seit 16 Jahren hinnehmen musste, unterliefen 50 unerzwungene Fehler. Williams wirkte müde. "Ich weiß nicht, was los war. Physisch war ich fit, aber ich habe mich trotzdem schlecht bewegt", klagte die 21-malige Grand-Slam-Gewinnerin.
In den sozialen Netzwerken wurde bereits darüber spekuliert, ob die Götterdämmerung bevorstünde. Bezwingerin Kusnezowa warnte aber, Williams abzuschreiben: "Sie ist ein Champion. Ich sehe keinen Grund, warum sie nicht noch viele Titel holen kann."
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