Trendwende bei Daniil Medvedev? Yevgeny Kafelnikov glaubt trotz Veränderungen nicht daran : "Machen keinen Sinn mehr"
VonNiklas Bien
Publiziert 17/09/2025 um 17:23 GMT+2 Uhr
Daniil Medvedev hat in den vergangenen Wochen auf sein Horror-Jahr 2025 reagiert und seinen langjährigen Trainer Gilles Cervara mit Thomas Johansson und Rohan Goetzke als neuem Gespann ersetzt. Geht es nach Tennis-Legende Yevgeny Kafelnikov, ist das ein vergeblicher Versuch, um zu alter Stärke zu finden. Medvedev habe ein Alter erreicht, "in dem radikale Veränderungen keinen Sinn mehr machen".
Daniil Medvedev hat ein hartes Jahr hinter sich.
Fotocredit: Getty Images
Daniil Medvedev war einst die die Nr. 1der Tenniswelt - von dieser Qualität ist dieser Tage nichts mehr wiederzuerkennen.
Bei den French Open, in Wimbledon und zuletzt bei den US Open scheiterte Medvedev gleich in der ersten Runde. Dass die zweite Runde bei den Australian Open sein persönliches Saisonhighlight auf der ganz großen Bühne werden sollte, hatte sich der US-Open-Sieger von 2021 mit Sicherheit nicht so vorgestellt.
Der Ausraster bei seinem Erstrunden-Aus in New York setzte dem verkorksten Jahr seine traurige Krone auf. Mit neuem Trainerduo soll nun alles besser werden. Aber kann das gelingen?
Yevgeny Kafelnikov, zweifacher Grand-Slam-Sieger, glaubt daran nicht. "Verstehen Sie, das Problem ist folgendes: Sportler in einer solchen Situation wollen auf niemanden hören, sie nehmen niemanden wahr", sagte der Russe im Gespräch mit "TASS".
Kafelnikov: Was will Medvedev?
Kafelnikov kann sich nicht vorstellen, dass Medvedev bereit ist, nochmal den Plan eines Trainers von Grund auf umzusetzen.
"Medvedev hat eine Vielzahl von Titeln gewonnen. Ich weiß nicht, was er noch erreichen will, welche Motivation er noch hat. Ein Grand-Slam-Turnier gewinnen? Zurück an die Spitze der Rangliste kommen? Ich weiß es nicht", rätselte der 51-Jährige.

Yevgeny Kafelnikov hat 1999 die Australian Open gewonnen.
Fotocredit: Getty Images
Medvedev ist aktuell 29 Jahre alt. Normalerweise ein Alter, in dem ein Spieler noch einige gute Jahre im Tank haben könnte. Nach Einschätzung von Kafelnikov wird der Effekt des Trainerwechsel trotzem verpuffen.
"Leider ist nicht alles so rosig, wie viele es gerne sehen würden. Nächstes Jahr wird er 30 Jahre alt – das ist ein Alter, in dem radikale Veränderungen keinen Sinn mehr machen", betonte der Olympiasieger von Sydney 2000.
Medvedev dürfte die Skepsis seines Landsmannes ganz genau wahrgenommen haben - und im besten Fall als Motivation nehmen.
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Medvedev zerstört aus Frust die Netzkamera
Quelle: Eurosport
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