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Ironman-WM: Anne Haug Dritte auf Hawaii - Chelsea Sodaro siegt sensationell als junge Mutter beim Triathlon-Klassiker
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Publiziert 07/10/2022 um 08:40 GMT+2 Uhr
Triathletin Anne Haug hat die Titelverteidigung auf Hawaii verpasst. Die 39-Jährige kam 1090 Tage nach ihrem Triumph bei der Rückkehr der Ironman-WM an den Traditionsstandort auf Rang drei. Auf Überraschungssiegerin Chelsea Sodaro fehlten ihr nach 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,195 Kilometer Laufen 8:35 Minuten. Zweite wurde die Britin Lucy Charles-Barclay (+7:50).
Haug Dritte bei Ironman-WM auf Hawaii - Sensationssieg für Sodaro
Quelle: SID
"Ich habe auf dem Rad etwas zu viel investiert, für das Laufen war nicht mehr viel Energie übrig", sagte Haug: "Es war sehr hart, ich bin glücklich mit meinem dritten Platz." Für die Bayreutherin war es die insgesamt vierte WM-Medaille. Neben dem Sieg 2019 holte sie sowohl 2018 als auch bei der Ausweich-Weltmeisterschaft im Mai diesen Jahres in St. George/Utah Bronze.
Mitfavoritin Laura Philipp büßte durch eine fünfminütige Zeitstrafe wegen Windschattenfahrens auf dem Rad bereits alle Podestchancen ein. Letztlich landete die 35-Jährige mit einem Rückstand von 16:44 Minuten auf Platz vier.
Für die extrem laufstarke Sodaro war es 17 Monate nach der Geburt ihrer Tochter die Premiere in Kailua-Kona, überhaupt startete die US-Amerikanerin erst zum zweiten Mal auf der Langstrecke. Das Rennen der Frauen wurde nach zwei pandemiebedingten Absagen in den Vorjahren erstmals an einem separaten Tag ausgetragen. Die Männer um den deutschen Mitfavoriten Patrick Lange bestreiten ihre WM am Samstag.
Haug kämpfte sich in der glühenden Mittagshitze Platz um Platz nach vorne, biss bis zum legendären Alii Drive auf die Zähne - doch für die erneute Krönung sollte es bei der Rückkehr ins Triathlon-Mekka nicht ganz reichen. 1090 Tage nach ihrem großen Triumph lief die 39-Jährige bei der Ironman-WM auf Hawaii völlig erschöpft als Dritte ins Ziel.
Debütantin mit Top-Zeit zum Sieg
Sensationell verhinderte Chelsea Sodaro mit der zweitschnellsten Zeit der Historie in 8:33:46 Stunden die Titelverteidigung der Bayreutherin. Die Hawaii-Debütantin lag nur 17 Monate nach der Geburt ihrer Tochter satte 8:35 Minuten vor Haug. Die Deutsche rettete nach 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und einem Marathon mit einer Aufholjagd ihre vierte WM-Medaille in Serie.
Haug sah sich als Titelverteidigerin "mit der Zielscheibe auf dem Rücken" am Start. "Die Leute schauen darauf, was du tust und lassen dich nicht einfach so gewähren", sagte die 39-Jährige im SID-Interview. Angesichts der enormen Leistungsdichte sei es wichtig, nach dem Schwimmen "in einer guten Gruppe" zu hängen. Ansonsten lasse man "auf der Radstrecke alleine zu viele Kräfte."
Und dieser Plan ging voll auf. Gemeinsam mit Fünffach-Weltmeisterin Daniela Ryf und Philipp stieg sie in einer dritten Verfolgergruppe aus dem 27 Grad warmen Wasser, der Rückstand auf die überragende Schwimmerin Charles-Barclay betrug knapp sieben Minuten. Auf dem Rad machten die deutschen Top-Athletinnen schnell Plätze und Zeit gut - ehe für Philipp der große Schock folgte.
Tränen bei Philipp nach Strafe
Die 35-Jährige musste nach rund 60 Kilometern wegen Windschattenfahrens für fünf Minuten in die Penalty-Box, unter Tränen machte sie sich allein auf die Aufholjagd. "Es ist ein mittelschweres Desaster so viel Zeit zu kriegen", sagte ihr Trainer und Ehemann Philipp Seipp im "ZDF". Haug musste Ryf nach gut 100 Rad-Kilometern ziehen lassen - die Lücke auf die nun wie entfesselnd an die Spitze fahrende Schweizerin wuchs vor Haugs Lieblingsdisziplin auf gut fünfeinhalb Minuten.
Bei brütender Hitze startete die Titelverteidigerin in der Mittagssonne von Kailua-Kona dann ihre gewohnte Aufholjagd, auf den ersten 15 Laufkilometern ging es schon von Rang sieben auf drei vor. Während Ryf komplett einbrach, lief die US-Amerikanerin Sodaro in einer eigenen Liga. Haug biss sich an Charles-Barclay die Zähne aus, Philipp kam beim Marathon um sieben Ränge nach vorne.
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(SID)
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