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Olympia 2024: Deutsche Männer in verlegtem Triathlon-Rennen chancenlos - minutenlanger Rückstand für eine Medaille
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Update 31/07/2024 um 14:28 GMT+2 Uhr
Die deutschen Triathleten haben in ihrem verlegten Olympiarennen eine Medaille klar verpasst. Durch das nicht mehr ganz so schmutzige Wasser der Seine und die abgetrockneten Pariser Straßen kam Tim Hellwig als bester Athlet der Deutschen Triathlon Union auf Rang 18. Auf der olympischen Distanz von 1500 m Schwimmen, 40 km Radfahren und 10 km Laufen fehlten satte 1:46 Minuten für eine Medaille.
Wilde vollkommen machtlos: Yee schließt Lücke und holt Gold
Quelle: Eurosport
Damit wartet Deutschland seit 16 Jahren auf eine Triathlon-Medaille. Zuvor hatten lediglich Jan Frodeno mit seinem Triumph von Peking sowie Stephan Vuckovic mit Silber im Jahr 2000 olympisches Edelmetall gewonnen.
Auch die Frauen waren gut zwei Stunden zuvor in einem von Stürzen geprägten Rennen leer ausgegangen. Beim Heimsieg der Französin Cassandre Beaugrand wurde die auf dem Rad gestürzte Laura Lindemann wie schon in Tokio als beste Deutsche Achte, die ebenfalls gestürzte Lisa Tertsch landete einen Rang dahinter.
Im Männerrennen holte sich der Brite Alex Yee nach überragendem Finish die Goldmedaille. Silber ging an Hayden Wilde aus Neuseeland (+0:06 Minuten), Bronze an den Franzosen Leo Bergere (+0:10). Hellwig brach im Laufen auf der zweiten Streckenhälfte ein. Die weiteren deutschen Starter Lasse Lührs (+2:23) und Jonas Schomburg (+2:53) kamen auf die Plätze 21 und 24.
Das Rennen war wegen der schlechten Wasserqualität der Seine am Dienstag drei Stunden vor dem Start um einen Tag verschoben worden. Schon das Training am Sonntag und Montag war ausgefallen.
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"Was macht der Mann denn da?!" Yee mit massiver Tempoverschärfung
Quelle: Eurosport
Nach den Triathleten kommen die Freiwasserschwimmer
Nach der drückenden Hitze am Dienstag hatte es in der Nacht zu Mittwoch wieder stark geregnet. Auf die Wasserqualität hatte das offenbar keinen entscheidenden negativen Einfluss mehr, am frühen Mittwochmorgen gaben die Organisatoren grünes Licht für das Prestigeprojekt von Paris 2024.
"Die Ergebnisse der letzten Wasseranalysen wurden als in Ordnung befunden", hieß es in einer Erklärung. Auf die Notfall-Alternative Duathlon aus Laufen, Radfahren und nochmal Laufen konnte verzichtet werden.
Die Verlegung und Unklarheit um die Austragung sorgte bei den deutschen Triathleten für Ärger. Lasse Lührs kritisierte am Eurosport-Mikrofon offen die Organisatoren.
"Uns wurde gesagt, sie gehen stark davon aus, dass das Rennen so stattfindet wie geplant. Dann gehst du ins Bett und davon aus, dass das Rennen stattfindet. Sonst brauchst du dich ja auch gar nicht vorzubereiten. Das war schade für uns, weil wir uns anders hätten vorbereiten können", erklärte der 28-Jährige.
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Deutscher Triathlet sauer: "Wenn es um Gesundheit gehen würde ..."
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Lührs: "Finde ich nicht ganz in Ordnung"
Auch für die Fans sei die Kommunikation unfair gewesen: "Ich glaube, dass viele nur für einen Tag gekommen sind. Die sind mitten in der Nacht losgefahren, wollten das Rennen sehen, hatten keine Übernachtung und mussten wieder nach Hause fahren. Das finde ich nicht ganz in Ordnung."
Den Vorwand die Verschiebung hänge mit der Sorge um die Gesundheit der Athleten zusammen, wischte der Deutsche weg: "Ganz ehrlich: Wenn es denen um die Gesundheit der Athleten geht, würden sie uns nicht nach dem Regen in die Seine schicken."
Die Wettbewerbe der Triathleten sind die ersten, die im Fluss von Paris stattfinden. Auch die Freiwasserschwimmer um Florian Wellbrock und Leonie Beck sollen ihre Wettkämpfe am 8. und 9. August in der Seine austragen. Der Mixed-Wettbewerb der Triathleten ist am 5. August angesetzt.
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(SID)
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