Eurosport
Triathlon-EM: Patrick Lange wird nur Siebter in Frankfurt - Kristian Blummenfelt verteidigt Europameistertitel
Von
Update 29/06/2025 um 15:01 GMT+2 Uhr
Wieder nichts beim Heimrennen: Ironman-Weltmeister Patrick Lange ist bei der Triathlon-EM in Frankfurt nicht über Platz sieben hinausgekommen. Der 38-Jährige hatte bei seinem Comeback auf der Langdistanz mit Magen-, Fuß- sowie Rückenschmerzen zu kämpfen und quälte sich erst 15:41 Minuten nach dem alten und neuen Europameister Kristian Blummenfelt (Norwegen) ins Ziel.
Patrick Lange kommt bei der Triathlon-EM nicht über Platz sieben hinaus
Fotocredit: Getty Images
Der Titelverteidiger aus Norwegen verbesserte seinen Streckenrekord auf 7:25:57 Stunden.
Patrick Lange stoppte kurz vor dem Ziel, Nebelfontänen stiegen in die Luft, der Triathlon-Star genoss die Atmosphäre am Frankfurter Römer, klatschte immer wieder mit den Fans ab - und legte seine Hand auf das Herz. Sichtlich gerührt beendete Lange sein emotionales und womöglich letztes Heimrennen - bei dem für den Ironman-Weltmeister erneut nichts zu holen war.
"Irgendwas stimmt einfach mit diesem Rennen und mir nicht. Ich weiß nicht genau, was es ist", sagte Lange, der sich bei seinem Comeback auf der Langdistanz viel vorgenommen hatte, im "Hessischen Rundfunk".
"Ich hatte ein gutes Schwimmen, relativ schnell aber gar keine Radbeine mehr. Es war total schade, mir damit das Rennen so verbaut zu haben", sagte Lange. Beim Laufen wurde der 38 Jahre alte Local Hero dann aber von den Fans an der Strecke getragen.
Fans in Frankfurt pushen lange
"Obwohl ich auf Platz 18 losgelaufen bin, bin ich gefeiert worden wie der Führende. Das hat mich extrem gepusht, dafür bin ich total dankbar. Die Stimmung war bombastisch", sagte Lange, der womöglich nicht nach Frankfurt zurückkehren wird: "Ich werde nicht jünger. Ich kann mir gut vorstellen, dass das der letzte Auftritt in Frankfurt war."
Bester Deutscher nach 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren sowie 42,195 km Laufen war im Glutofen Frankfurt bei über 30 Grad Hitze der Butzbacher Jonas Hoffmann auf Rang fünf (+9:58 Minuten). Silber ging an Kristian Hogenhaug (+2:35/Dänemark), Dritter wurde Blummenfelts Landsmann Casper Stornes (+3:52 Minuten).
Lange in Frankfurt nur einmal auf dem Podium
Lange verbindet mit seinem Heimrennen eine gewisse Hass-Liebe - auch diesmal blieb der Triathlon-Star in Frankfurt glücklos. Schon früh verlor er den Anschluss an die Spitze, besonders die Magenprobleme auf dem Fahrrad und die Hitze machten dem Hessen Probleme - hinzu kam noch eine 60-Sekunden-Strafe.
Mit über 15 Minuten Rückstand ging Lange auf die Laufstrecke, kämpfte sich in seiner Spezialdisziplin Marathon aber wieder ein paar Plätze nach vorne.
Lediglich im Jahr 2018 reichte es für Lange mit Rang drei fürs Podest in Frankfurt, außerdem belegte er die Plätze acht, elf und sechs - und nun sprang nach einer Aufholjagd noch Rang sieben heraus.
WM-Titel in Nizza Langes Ziel
Nach einer Verletzungspause hatte Lange bei seinem Ironman-Comeback seit dem Hawaii-Triumph auf eine Top-Platzierung gehofft, doch stattdessen setzte sich sein Seuchenjahr fort. Der Einstieg beim Ironman 70.3 Oceanside war mit Rang 17 in die Hose gegangen, danach wurde er von einer hartnäckigen Adduktoren-Verletzung ausgebremst, die ihn zur Absage am Ironman Texas zwang.
Nun bleibt Lange nicht mehr viel Zeit, um wieder in Topform zu kommen - die Ironman-Weltmeisterschaft steigt am 14. September in Nizza. "Das ist das große Ziel", sagte er. Und dann ließ sich Lange in Frankfurt zum Abschied noch ausgiebig feiern.
Das könnte Dich auch interessieren: Positiver Test durch Sex? Triathlon-Star Simmonds bestreitet Doping
(SID)
/origin-imgresizer.eurosport.com/2025/06/15/image-e73c800b-56b8-4f60-8244-473f8e45eb50-85-2560-1440.png)
Belgischer Doppelsieg vor der Skyline von Vancouver
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung