Olympia 2024: Italiens Wasserballer mit Protestaktion im Spiel um Platz fünf gegen Verband und Schiedsrichter

Italiens Wasserballer sorgen mit einer Protestaktion für Aufsehen. Im für Medaillenplätze nicht mehr relevanten Spiel um Platz fünf gegen Spanien (9:11) wendet sich die gesamteMannschaft mitsamt des Trainerstabs bewusst ab, als das Schiedsrichtergespann vorgestellt wird. Hintergrund sind umstrittene, aus Sicht der Italiener nicht nachvollziehbare Entscheidungen im Viertelfinale.

Italienischer Protest: Inbrünstige Hymne mit dem Rücken zur Jury

Quelle: Eurosport

Die "Settebello", wie das italienische Wasserballteam genannt wird, scheiterte im Viertelfinale an Ungarn mit 10:12.
Den Italienern gelang durch Francesco Condemi der vermeintliche 3:3-Ausgleich, bei dem jedoch ein ungarischer Spieler im Gesicht getroffen wurde.
Per Videobeweis wurde die Szene überprüft, wobei zu sehen war, dass Condemi nach dem Schuss den Ungarn unabsichtlich im Gesicht getroffen hatte.
Entscheidung: Tor aberkannt, Elfmeter für Ungarn und vier Minuten Zeitstrafe für Condemi wegen "Brutalität" - dem schlimmsten Vergehen im Wasserball.

Protest richtet sich gegen ganzen Verband

Im Spiel um Platz fünf gab es deshalb die Protestaktion der Italiener, der sich gegen den Wasserball-Verband "World Aquatic" richtete. Der Verband lehnte auch ein gefordertes Nachholspiel ab.
Obendrein spielten die Italiener in den ersten Minuten mit einem Mann weniger im Wasser. Eine Hommage an den aus ihrer Sicht zu Unrecht vom Feld verwiesenen Condemi.

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Timeout als erste Aktion: Italiens kurioser Wasserball-Protest

Quelle: Eurosport


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