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Schwimm-WM 2025: Pauline Pfeif gewinnt Silber und feiert Sieg-Premiere - DSV-Team verhindert erneute Nullnummer
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Update 31/07/2025 um 15:22 GMT+2 Uhr
Vize-Europameisterin Pauline Pfeif hat bei der Schwimm-WM in Singapur mit einer starken Leistung die erste Medaille für die deutschen Wasserspringer gewonnen. Die 23-Jährige aus Berlin sprang im Finale vom Turm mit 367,10 Punkten zu Silber und sicherte sich zugleich ihr erstes Edelmetall bei einer Weltmeisterschaft. Durch ihren Erfolg bewahrte Pfeif das DSV-Team vor einer erneuten WM-Nullnummer.
Pauline Pfeif hat WM-Silber im Wasserspringen gewonnen
Fotocredit: Getty Images
Pauline Pfeif kamen sofort die Tränen, fassungslos schlug sie die Hand vors Gesicht und fiel Bundestrainer Christoph Bohm in die Arme. "Als er mir in der Umarmung nach meinem letzten Sprung ins Ohr geflüstert hat, dass ich eine fucking Medaille gewonnen habe, ist alles aus mir rausgebrochen", erzählte die Berlinerin, nachdem sie aus zehn Metern Höhe vom Turm überraschend zu Silber und damit zur ersten Medaille für das deutsche Team bei der WM in Singapur gesprungen war.
"Es ist ein unfassbares Gefühl", sagte die 23-Jährige, deren erste Anrufe direkt nach ihrem bislang größten Erfolg in die Heimat gingen: "Ich habe meine Mama und meinen Bruder schon erreicht, meinen Freund als Allerersten. Die waren stolz wie Bolle."
Nach dem Halbfinale habe sie als Dritte "bereits Blut geleckt für eine Medaille", erzählte sie. Auch in der Endrunde hatte Pfeif, im vergangenen Jahr noch Zehnte, vom ersten Sprung an auf Medaillenkurs gelegen.
Im vierten und vorletzten Versuch schob sie sich vom dritten auf den zweiten Platz - und war von diesem bis zum Ende nicht mehr zu verdrängen.
Pfeif verhindert Nullnummer
Besser als Pfeif mit 367,10 Punkten war nur die Chinesin Chen Yuxi (430,50), Bronze ging an deren Landsfrau Xie Peiling (358,20). Mit ihrem ersten Edelmetall bei einer WM bewahrte Pfeif zugleich die DSV-Wasserspringer nach den enttäuschenden Titelkämpfen von Doha vor einer erneuten Nullnummer.
Als Fünfjährige war Pfeif über den Kindergarten zum Wasserspringen gekommen. Damals hatte sie sich bei einer Probe so gut angestellt, dass man ihr einen Flyer des Berliner TSC in die Brotbox gelegt hatte - 18 Jahre später, "mit Höhen und Tiefen" sowie viel "Leidenschaft" für ihren Sport, wie sie selbst sagte, ist sie in der Weltspitze angekommen.
Im vergangenen Sommer feierte Pfeif ihre Olympia-Premiere, räumte im Mai bei der EM im türkischen Belek gleich vier Medaillen ab. Nun ließ Pfeif sich auch auf der Weltbühne einen Podestplatz nicht nehmen. Es war die erste deutsche WM-Medaille einer Turmspringerin seit 2007, damals hatte Christin Steuer Bronze gewonnen.
Nach dem Erfolg von Pfeif kann auch ihr Team aufatmen. Bei den vergangenen Weltmeisterschaften waren die deutschen Wasserspringer erstmals seit neun Jahren leer ausgegangen, es folgte die erste Nullnummer bei den Olympischen Spielen seit London 2012.
Generationenwechsel vollzogen?
Man wolle "auch Richtung Medaille schielen", hatte Bundestrainer Bohm im Vorfeld jedoch betont. Seiner Meinung nach sei der Generationswechsel nach den Karriereenden von Ex-Weltmeister Patrick Hausding und Tina Punzel, Olympia-Dritte von 2021, vollzogen.
Bis Donnerstag war den deutschen Athletinnen und Athleten um Lena Hentschel und Moritz Wesemann jedoch der Sprung auf das Podest in Singapur misslungen.
Auch Pfeif war zuvor im Synchronwettbewerb gemeinsam mit Carolina Coordes im Vorkampf gescheitert und hatte mit dem Mixed-Team eine Medaille klar verpasst. Im Einzel erlöste sie dann das DSV-Team.
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(SID)
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Quelle: Eurosport
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