Le Mans - Hyperpole: Cadillac besetzt erste Reihe beim 24-Stunden-Rennen komplett - Rossi-Team stark in LMGT3-Klasse

Cadillac ist seiner Favoritenrolle im Qualifying zur 93. Auflage der 24 Stunden von Le Mans gerecht geworden: Alex Lynn stellte den Cadillac #12 (Lynn/Nato/Stevens) in 3:23,166 Minuten auf die Pole Position. Den Hypercar-Streckenrekord auf dem Circuit de la Sarthe schnappte sich Markenkollege Jack Aitken in der ersten Hyperpole-Sitzung. Valentino Rossi und sein Team überzeugten in der LMGT3.

Cadillac trumpft bei Hyperpole auf

Quelle: Eurosport

Zehn Hypercars kämpften in der Hyperpole 2 um die Pole. Die Zeiten waren zu Beginn überraschend langsam, allerdings durfte in Hyperpole 2 auch nicht der Fahrer aus Hyperpole 1 starten, sodass kein Gewohnheitsfaktor bestand.
Mathieu Jaminet war im Porsche #4 (Nasr/Tandy/Wehrlein) zunächst Schnellster, seine 3:23,475 Minuten reichten letztlich für Platz drei.
Die Zeit gab in der Hyperpole 2 keine Boxenstopps nach der ersten gezeiteten Runde her, doch auf drei Runden alten Reifen brannte Lynn hinten heraus ein Feuerwerk ab. Dann brachen an der Jota-Box alle Dämme.
Zunächst fuhr Lynn die Bestzeit, dann sortierte sich Teamkollege Earl Bamber im Cadillac #38 (Bamber/Bourdais/Button) auf der zweiten Position ein. Beide mussten aber noch um die Bestzeit zittern, denn Dries Vanthoor stellte im BMW #15 (D. Vanthoor/Magnussen/Marciello) eine erste Gefahr dar.

Buemi verbremste sich böse

Der Belgier fuhr antizyklisch. Er fuhr eine Erkundungsrunde auf alten Reifen und kam direkt nach der Outlap wieder rein, um frische Reifen zu nehmen. Damit blieben ihm zwei schnelle Runden statt drei. Dieselbe Strategie fuhr übrigens auch Bamber. Vanthoors erster Sektor war aber nicht gut genug, die dort verlorene Zeit holte er nie wieder auf - Platz vier.
Dahinter landeten Nick Tandy im Porsche #4 (Nasr/Tandy/Wehrlein) und Sheldon van der Linde im BMW #20 (Rast/Frijns/S. van der Linde) in der dritten Reihe. Sensationell einziger Ferrari in der Hyperpole 2 war Antonio Fuoco im Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen) als Siebter. Ferrari hat auf das Rennen hingebaut.
Der einzige Toyota, der überhaupt für die Hyperpole qualifiziert war, schaffte den Einzug in die Hyperpole 2. Doch Sebastien Buemi verbremste sich schon auf der ersten fliegenden Runde in Mulsanne so heftig, dass der Reifensatz hinüber war. Er konnte den Toyota GR010 Hybrid nur noch an der Box abstellen.

Schock bei Ferrari, Bestzeit durch Schumacher

Die Sensation schlechthin war aber das Ausscheiden von gleich zwei Ferrari 499P in der ersten Hyperpole-Sitzung: Die Sieger von 2023, der Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi), scheiterten mit Alessandro Pier Guidi am Steuer um 0,082 Sekunden am Einzug. Der privat eingesetzte AF-Corse-Ferrari #83 (Kubica/Ye/Hanson) schaffte es als 13. ebenfalls nicht.
Ebenfalls für Aufsehen sorgte der Porsche #5, der ein Rad verlor, die Zeit von Julien Andlauer reichte aber noch für Platz neun und den Einzug in die Hyperpole 2.
Glücklicherweise konnte der rechte Hinterreifen schnell vom Boxeneingang geborgen werden, sodass die Gelbe Flagge keinen Einfluss auf das Geschehen hatte.
Mick Schumacher fuhr zwischenzeitlich Bestzeit, wurde aber noch zurückgereicht. Letztlich war Jack Aitken im Action-Express-Cadillac #311 (Aitken/Drugovich/Vesti) in 3:22.742 mit neuem Hypercar-Streckenrekord Schnellster, gefolgt von Sebastien Bourdais im Cadillac #38 und Robin Frijns im BMW #20.

Ergebnis Hyperpole 2:

  • 1. Cadillac #12 (Lynn/Nato/Stevens)
  • 2. Cadillac #38 (Bamber/Bourdais/Button)
  • 3. Porsche #5 (Andlauer/Christensen/Jaminet)
  • 4. BMW #15 (D. Vanthoor/Magnussen/Marciello)
  • 5. Porsche #4 (Nasr/Tandy/Wehrlein)
  • 6. BMW #20 (Rast/Frijns/S. van der Linde)
  • 7. Ferrari #50 (Fuoco/Molina/Nielsen)
  • 8. Action-Express-Cadillac #311 (Aitken/Drugovich/Vesti)
  • 9. Alpine #36 (Gounon/Makowiecki/Schumacher)
  • 10. Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa)

Ausgeschieden in Hyperpole 1:

  • 11. Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi)
  • 12. Alpine #35 (Chatin/Habsburg/Milesi)
  • 13. AF-Corse-Ferrari #83 (Kubica/Ye/Hanson)
  • 14. WTR-Cadillac #101 (R. Taylor/J. Taylor/Albuquerqe)
  • 15. Aston Martin #009 (Riberas/Sörensen/De Angelis)

Beche trumpft in LMP2-Klasse auf

Mathias Beche hat in der LMP2-Klasse die Poleposition für den TDS-Oreca #29 (Sales/Beche/Novalak) eingefahren.
In einem Shootout über drei fliegende Runde setzte er ganz zum Schluss in 3:35,062 Minuten die Bestzeit. Die Top-5 lagen innerhalb von 0,553 Sekunden.
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LMP2-Klasse: Beche-Team glänzt im Qualifying

Quelle: Eurosport

Auf Platz zwei reihte sich der Inter-Europol-Oreca #43 (Smiechowski/Dillman/Yelloly) mit Tom Dillman am Steuer ein, gefolgt vom TF-Oreca #199 (Hyett/Cameron/Deletraz).
In der ersten Hyperpole setzte sich Nick Yelloly im Inter-Europol-Oreca #43 (Smiechowski/Dillman/Yelloly). Der Brite drehte eine Runde in 3:34,657 Minuten und ließ damit Dane Cameron im TF-Oreca #199 (Hyett/Cameron/Deletraz) und Renger van der Zande im United-Autosports-Oreca #22 (van der Zande/Fittipaldi/Heinemeier Hanson) hinter sich.

LMGT3: Motorrad-Legende Rossi auf Drei

In der LMGT3-Klasse war Mattia Drudi bei der Zeitenjagd am erfolgreichsten. Er setzte sich im THOR-Aston-Martin #27 (James/Robichon/Drudi) mit einer Zeit von 3:52,789 Minuten durch und ließ damit Alessio Rovera im AF-Corse-Ferrari #21 (Heriau/Mann/Rovera) um 0,296 Sekunden hinter sich. Es war ein neuer Streckenrekord für die LMGT3-Kategorie.
Der Rest hatte schon mehr als zwei Sekunden Rückstand - und wird angeführt von Valentino Rossi im WRT-BMW #46 (Al Harthy/Rossi/K. van der Linde). Der Doktor reihte sich auf Rang drei ein, vor dem Iron-Lynx-Mercedes #61 (Berry/Hodenius/M. Martin) und dem Manthey-Porsche #92 (Hardwick/Pera/Lietz).
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Aufreger bei Trainingsende: Toyota wird abgeschossen

Quelle: Eurosport


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