24 Stunden von Le Mans - Hyperpole Qualifikation: Mick Schumacher kommt trotz Schuldspruch mit blauem Auge davon

Die Sportkommissare der 24 Stunden von Le Mans haben ihre Entscheidung im Fall Mick Schumacher in der Hyperpole Qualifikation gefällt - und den Deutschen mit einem blauen Auge davonkommen lassen. Obwohl der Alpine-Fahrer schuldig gesprochen wurde, eine Gelbe Flagge im Qualifying missachtet zu haben, bleibt der Alpine mit der Nummer 36 (Gounon/Makowiecki/Schumacher) als Zehnter in der Wertung.

Abflug zur Unzeit: Schumacher-Zeit fast von Teamkollegen ruiniert

Quelle: Eurosport

Die Sportkommissare - Jean-Francois Veroux, Michael Schwägerl, Yves Bacquelaine, Tomas Kunc, Faisal Al-Shaife und Chris Geefroy - strichen dem Sohn der Formel-1-Legende Michael Schumacher alle Rundenzeiten, die er bis zu diesem Zeitpunkt im Qualifying gefahren hatte.
Seine schnellste Runde von 3:23.945 Minuten, die ihm den zehnten Platz und damit die Qualifikation für die Hyperpole sicherte, fuhr der 26-Jährige allerdings erst nach dem Vorfall. Diese zeitliche Abfolge macht die Strafe sportrechtlich bedeutungslos.
Schumacher rannte auf seiner vorletzten Runde in eine Gelbe Flagge, die ausgerechnet von seinem Teamkollegen Paul-Loup Chatin im Alpine #35 (Chatin/Habsburg/Milesi) ausgelöst wurde.
Dieser hatte einen Reifenschaden in den Porsche-Kurven und blieb in der Maison-Blanche-Kurve stehen, als Schumacher die Stelle durchquerte.

Schumacher: Haben noch Arbeit vor uns

Nach dem Qualifying war Schumacher nicht gänzlich zufrieden. Zwar kam er eine Runde weiter, seine persönliche Bestzeit war aber 1,098 Sekunden langsamer als die Bestzeit von Alex Lynn im Cadillac #12 (Lynn/Nato/Stevens), der in 3:22.847 Minuten einen neuen Streckenrekord für Hypercars auf dem Circuit de la Sarthe fuhr.
"Es war etwas schwieriger als erwartet", gab Schumacher zu. "Mit einem zehnten Platz unter diesen Umständen sind wir dennoch zufrieden, denn ich denke, wir haben in diesem Fall das Maximum aus unserem Paket herausgeholt. Aber vor uns liegt noch Arbeit - zum Glück haben wir noch ein paar Freie Trainings, in denen wir daran arbeiten können."
"Wir freuen uns schon auf die erste Hyperpole-Session, vorher stehen noch zwei Trainings an. Das gibt uns die Möglichkeit, sowohl am Renn- als auch am Qualifying-Set-up weiter zu feilen. Das Team hat einen tollen Job gemacht, alles vorzubereiten - insgesamt war es zwar etwas mühsam, aber ich denke, wir holen das Beste heraus."
Auf die Frage, ob er rückblickend auf den Testtag und das erste Freie Training das Gefühl habe, dass es in die richtige Richtung ging, blieb er vorsichtig: "Das wird sich erst noch zeigen. Im Moment ist es sehr schwer einzuschätzen, was die anderen Teams machen. Wir konzentrieren uns ganz auf uns selbst. Es ist ohnehin immer ein Auf und Ab, gerade bei den wechselnden Bedingungen. Wir müssen also abwarten, wie es am Samstag aussieht - dann kann ich eine bessere Einschätzung geben."

Nicht die einzige Strafe

Neben Schumachers Alpine erhielten auch der Porsche #4 (Nasr/Tandy/Wehrlein) und der Proton-Porsche #99 (Jani/Pino/Varrone) dieselbe Strafe für dasselbe Vergehen.
Auch diese Strafen blieben ohne wirkliche Konsequenzen. Felipe Nasr war seine schnellste Zeit ebenfalls erst am Ende gefahren und Neel Jani war als 20. ohnehin nicht für die Poleposition qualifiziert.
Für Aston Martin, deren beide Fahrzeuge die Hyperpole knapp verpasst hatten, platzte damit die letzte Hoffnung auf einen nachträglichen Einzug in die Session.
Der Aston Martin #009 (Riberas/Sörensen/De Angelis) war als 16. nur knapp an der Qualifikation vorbeigeschrammt und hätte bei einer Disqualifikation Schumachers nachrücken können.
Auch der Toyota #7 (Conway/Kobayashi/de Vries) blieb als 17. draußen und muss zum zweiten Mal nach 2024 bei der Hyperpole zuschauen.
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Highlights: Reifenpech kostet Mick Schumacher möglichen Sieg

Quelle: Eurosport


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