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Le Mans 2025: Gelber Ferrari mit Robert Kubica triumphiert beim 24-Stunden-Rennen - Hattrick für italienischen Rennstall
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Update 15/06/2025 um 20:21 GMT+2 Uhr
Dritter Triumph in Folge für Ferrari bei der 93. Auflage der 24 Stunden von Le Mans. Der AF Corse-Ferrari 499P mit der #83 (Yifei Ye/Phil Hanson/Robert Kubica) siegte beim Höhepunkt der Langstrecken-WM 2025 in der Hypercar-Klasse vor dem Porsche Penske mit der #6 (Laurens Vanthoor/Kevin Estre/Matt Campbell) und dem Ferrari mit der #51 (Alessandro Pier Guidi/James Calado/Antonio Giovinazzi).
Highlights: Gelber Ferrari hält das Werksteam in Schach
Quelle: Eurosport
Ferrari hat bei der 93 Auflage der 24 Stunden von Le Mans den dritten Sieg in Folge auf dem Circuit de la Sarthe eingefahren. Durch mehrere Strafen und einen heroischen Kampf des Porsches #6 (Estre/L. Vanthoor/Campbell) wurde aber ein Dreifachsieg verhindert, der eigentlich Pflicht gewesen wäre.
Am Ende strahlt dennoch Ferrari. Und nicht nur das: Robert Kubica, Yifei Ye und Phil Hanson haben den ersten Sieg eines privat eingesetzten Autos seit 20 Jahren geholt. 2005 triumphierten Tom Kristensen, Marco Werner und J.J. Lehto auf einem privat eingesetzten Audi R8. Seitdem haben nur werkseingesetzte Autos das Rennen gewonnen.
Der gelbe Ferrari machte im Rennen die wenigsten Fehler. Das gab den Ausschlag in Kombination mit einer starken Pace, die der der Werksautos mindestens ebenbürtig war. Für alle drei Fahrer ist es der erste Le-Mans-Gesamtsieg, lediglich Phil Hanson hat 2020 schon einmal in der LMP2 den Klassensieg geholt.
Für Robert Kubica ist es eine Genugtuung nach dem Drama in der letzten Runde in der LMP2 2021.
"Le Mans zu gewinnen, ist etwas ganz Besonderes. Es ist eines der härtesten Rennen der Welt. Vor ein paar Jahren war ich bei meiner ersten Teilnahme in der LMP2-Kategorie schon mal nahe dran, habe den Sieg aber in der letzten Runde verloren. Diesmal lief alles perfekt. Es war eine sehr anspruchsvolle Woche. Wir haben hart gearbeitet und gepusht", sagte der 40-jährige Pole im Siegerinterview.
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Kubica: "Drei Ferrari-Siege in Folge - besser geht's doch nicht!"
Quelle: Eurosport
Zu viele Fehler: Nur SC rettet Ferrari-Werksteam
Das Werksteam muss sich unangenehme Fragen stellen, denn gerade in der Nacht leistete man sich mehrere Fehler. Miguel Molina (#50) erhielt eine Durchfahrtsstrafe, weil er bei doppelt gelb geschwenkter Flagge zu schnell unterwegs war. Antonio Giovinazzi (#51) war in der Boxengasse 13,2 km/h zu schnell, dass er eine 20-Sekunden-Stop-and-Go-Strafe bekam.
Hinzu kam noch ein Plattfuß bei der #51, wodurch beide Werks-Ferrari in der Nacht zwei Minuten Rückstand auf die Spitze hatten. Als aber Cem Bölkübasi mit dem Nielsen-Oreca #24 (Rao/Bölükbasi/Braun) in der zwölften Stunde in Tertre Rouge einschlug, entschied die Rennleitung auf Safety-Car. Aufgrund des seit 2023 geltenden Reglements, bei dem das ganze Feld wieder zusammengeführt wird, waren die roten Ferrari wieder im Spiel.
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"Wo sind meine Teamkollegen?" Chaos bei der Ferrari-Ehrenrunde
Quelle: Eurosport
Auch der private Ferrari sammelt vor der SC-Phase eine Strafe, allerdings nur eine von fünf Sekunden am Samstagabend für Abkürzen. Es dauerte nach dem Restart nicht lange, bis Ferrari die Dreifachführung wiederhergestellt hatte. Danach ging es an die Frage, welcher Ferrari das Rennen gewinnen würde - oder darf. Zeitweise wurden heftige Diskussionen am Funk geführt, als Kubica sich ungerecht behandelt fühlte.
Am Sonntagmorgen gab es dann zwei weitere Strafen, diesmal für die #51 und die #83. Sie waren ebenfalls für zu schnelles Fahren bei Gelber Flagge - ein Vergehen, das seit rund einem Jahr wesentlich konsequenter bestraft wird als in der Vergangenheit. Die #50 hatte zu dem Zeitpunkt jedoch so viel Rückstand, dass sie nur wieder in den Kampf reinkam.
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Letzte Runde von Le Mans: Kubica macht im gelben Ferrari den Sieg klar
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Porsche schafft das Unmögliche mit Riesenleistung
Davon profitierte aber auch das einzige Auto, das Ferrari wenigstens einigermaßen Paroli bieten konnte, der Porsche #6 (Estre/L. Vanthoor/Campbell). Kevin Estre stürmte vom letzten Startplatz in einem sagenhaften Dreifachstint zu Beginn des Rennens in die Spitzengruppe, danach setzte die #6 die Ferrari spürbar unter Druck. Und Ferrari machte Fehler.
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Schrecksekunde für Ferrari: Spitzenreiter fliegt in Boxengasse ab
Quelle: Eurosport
Der Porsche hatte zwischenzeitlich ebenfalls einen Rückschlag durch einen schleichenden Plattfuß, wurde aber durch die Safety-Car-Phase wieder ins Geschehen zurückgespult. Das Ferrari-Bollwerk bröckelte unter dem Husarenritt der #6, die ein komplettes 24-Stunden-Rennen gefühlt im Qualifying-Modus fuhr.
Der Dauerdruck zeigte Wirkung: Am Ferrari #51 kam es zu einem Sensorproblem in den letzten beiden Stunden. Und Antonio Fuoco leistete sich im entscheidenden Moment einen kleinen Fehler, der zwar nur fünf Sekunden kostete, die aber in der Schlussphase des Rennens entscheidend waren.
So holte Porsche den zweiten Platz, gegen die #83 war aber kein Kraut gewachsen. Im Ziel fehlten nach 387 Runden nur 14,084 Sekunden auf den gelben Ferrari.
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Dieser Fehler kostet im Podiumskampf: Ferrari #50 auf Abwegen
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Schumacher ohne Chance
Mick Schumacher hatte dagegen im Alpine keine Chance auf eine vordere Platzierung - am Ende fuhr der 26-Jährige sein Hypercar mit der Startnummer 36 auf Rang elf ins Ziel.
Gestartet war das Schumacher-Auto vom neunten Platz. Schon in der Anfangsphase des Rennen handelte sich dann Schumachers Teamkollege Frédéric Makowiecki eine Stop-and-Go-Strafe über 20 Sekunden ein, weil er in der Boxengasse zu schnell unterwegs war. Jules Gounon musste diese anschließend absitzen.
Noch bevor Schumacher also seinen ersten Einsatz hatte, war der Alpine mit der Nummer 36 bereits recht weit von den Top 10 entfernt - und so blieb es bis in die Morgenstunden, Schumacher drehte seine Runden ohne größere Auffälligkeiten.
Der nächste Rückschlag folgte dann aber um kurz vor 9:00 Uhr am Sonntag: Gounon verlor die Kontrolle über den Alpine und rutschte in den Kies, das Team fiel weiter zurück. In seinem letzten Stint fuhr Schumacher aber immerhin noch auf Rang elf nach vorne.
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Da ist der Wurm drin: Schumacher-Alpine vergräbt sich im Kies
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Dramatischer Zweikampf in der LMP2-Klasse
In der LMP2-Klasse war es über weite Strecken ein enges Duell zwischen dem Inter-Europol-Oreca #43 (Smiechowski/Dillman/Yelloly) und dem Panis-Oreca #48 (Gray/Masson/Perera). Bereits in der Anfangsphase setzte sich das polnische Team mit Kuba Smiechowski an die Spitze. In Stunde 6 übernahmen Oliver Gray und später Franck Perera kurzzeitig die Führung.
Im Laufe der Nacht war es hauptsächlich der Panis-Oreca, der das Geschehen bestimmte, doch Inter Europol blieb in Lauerstellung. Im Morgengrauen war es dann die gelb-grüne #43, die die Führung in der LMP2-Klasse wieder übernahm, und den Vorsprung danach sukzessive ausbaute. Panis-VDS startete aber nochmals eine Aufholjagd.
Und eine Durchfahrtsstrafe gegen Nick Yelloly für zu schnelles Fahren in der Boxengasse in der letzten Stunde hätte das Ding nochmal kippen lassen können. Doch die #48 verlor am Ende dramatisch an Pace, sodass Inter-Europol doch noch feiern durfte. Esteban Masson schleppte den LMP2 nach Hause, der Rückstand von knapp zwei Minuten spiegelt den engen Rennverlauf nicht wider.
Als Dritter durfte der TF-Oreca #199 (Hyett/Cameron/Deletraz) auf das Siegertreppchen klettern, der damit auch die Pro-Am-Subklasse für sich entschied. Hinter den beiden Erstplatzierten bestimmten vor allem Pannen und Strafen das Geschehen.
Bitter verlief das Rennen vor allem für IDEC Sport. Die Mannschaft, die im kommenden Jahr mit Genesis kooperiert, verlor am Morgen erst die #18 (Chadwick/Jaubert/Lotterer) und am Mittag die #28 (Lafargue/van Uitert/Alvarez) wegen nicht festgezogener Reifen verloren. Und der angesprochene Abflug von Bölükbasi im Nielsen-Oreca #24 (Rao/Bölükbasi/Braun) löste das Safety-Car gegen Rennmitte aus.
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"Könnte mitheulen!" Tränen nach Reifen-Drama im Team IDEC-Oreca
Quelle: Eurosport
LMGT3: Manthey-Porsche der große Nutznießer
In der LMGT3-Klasse lag zunächst der RSL-Aston-Martin #10 (Deboer/Barrichello/Hasse-Clot) in Führung, doch ein Motorschaden warf ihn früh aus dem Kampf um den Sieg. Danach war es der WRT-BMW #46 (Al Harthy/Rossi/K. van der Linde), der das Rennen bis in die Nacht hinein von der Spitze kontrollierte. Doch dann schlug der Defektteufel zu.
Ohne Servolenkung rutschte Kelvin van der Linde in den Porsche-Kurven ins Kiesbett, wegen eines Elektronikdefekts war der M4 wenig später endgültig aus dem Rennen. Und es sollte noch schlimmer kommen für WRT, denn die #31 (Shahin/Boguslawski/Farfus) musste nach einer Kollision mit einem Hasen ebenfalls aufgeben.
Danach hatte der Manthey-Porsche #92 freie Bahn für den Sieg, das Trio Hardwick/Pera/Lietz musste nur noch dem Druck des AF-Corse-Ferrari #21 (Heriau/Mann/Rovera) standhalten. Die Vorentscheidung führte Richard Lietz mit einem starken Stint am Vormittag herbei, danach kontrollierte Manthey die Lücke nach hinten.
Der Österreicher fuhr seinen sechsten Klassensieg an der Sarthe nach Hause und hatte im Ziel 33,259 Sekunden Vorsprung auf den Ferrari. Als Dritte fuhr die TF-Sport-Corvette #81 (van Rompuy/Andrade/Eastwood) über die Ziellinie.
Die LMGT3-Klasse sorgte in Le Mans immer wieder für Action und Wendungen. Am Abend verabschiedete sich Giammarco Levorato im Proton-Ford #88 (Gattuso/Levorato/Olsen) in Tertre Rouge in die Leitplanken, nachdem er ein Rad verloren hatte. Der Zwischenfall sorgte für das erste DNF und die erste Full-Course-Yellow in diesem Rennen.
Und am Morgen wurde Rahel Frey im Manthey-Porsche #85 (C. Martin/Frey/Bovy) erst umgedreht, kurz darauf blieb sie stehen und löste damit jene Gelbphase aus, die unter anderem der #51 und der #83 in Form von Durchfahrtsstrafen teuer zu stehen gekommen ist.
Mit den 24h von Le Mans ist der Höhepunkt im Kalender der Langstrecken-WM (WEC) absolviert, als nächstes stehen Mitte Juli die 6h von Sao Paulo in Interlagos an.
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