Le Mans: Ferrari trotz Strafe klar auf Erfolgskurs, Wagen von Mick Schumacher abgeschleppt, Kubica fordert Stallregie

Ferrari steht vor einem triumphalen Erfolg bei der 93. Ausgabe der 24h von Le Mans. Noch sind rund fünfeinhalb Stunden auf der Uhr, doch die drei 499P von AF Corse drehen seit einiger Zeit ungefährdet an der Spitze ihre Runden. Dabei gab es am Morgen erneut einen Rückschlag für Ferrari. Der Alpine, in dem auch Mick Schumacher sitzt, wurde unterdessen abgeschleppt.

Schrecksekunde für Ferrari: Spitzenreiter fliegt in Boxengasse ab

Quelle: Eurosport

Die beiden führenden Fahrzeuge von Ferrari, die #51 (Pier Guidi/Calado/Giovinazzi) und die #83 (Kubica/Ye/Hanson), mussten beide in der 17. Rennstunde eine Durchfahrtsstrafe absolvieren.
Grund dafür war die stehen gebliebene Rahel Frey in der #85 (C. Martin/Frey/Bovy), die eine Gelbphase verursachte. In dieser Gelbphase verlangsamte die Spitze nicht genug.
Das betraf die beiden 499P nicht exklusiv, denn mehr als ein Dutzend Fahrzeuge handelte sich eine Strafe ein. Das waren: #9, #11, #13, #16, #27, #33, #51, #57, #77, #83, #90, #92 und #183.
Zu einer Schrecksekunde kam es, als Pier Guidi sich eingangs der Boxengasse drehte. Die Spitzenreiter verloren wertvolle Zeit, konnten das Rennen aber fortsetzen.
Der Manthey-Porsche #92 (Hardwick/Pera/Lietz) führte zu diesem Zeitpunkt in der LMGT3-Kategorie.

Kubica am Funk emotional

Einen großen Effekt hatte das jedoch nicht, denn die beiden Ferraris behaupteten trotz der Durchfahrtsstrafe ihre Führungsposition - der Rückstand der #50 (Fuoco/Molina/Nielsen) verringerte sich jedoch von über zwei Minuten auf unter eine Minute. Danach lieferten sich Antonio Giovinazzi und Robert Kubica ein heißes Duell um die Spitze.
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Kubica im privat eingesetzten Ferrari forderte gar Stallregie am Funk - seine Kollegen hätten die Werks-Ferraris schon zwei Mal passieren lassen. Es dauerte, bis Giovinazzi tatsächlich die Anweisung zum Platztausch erhielt. Zu diesem kam es jedoch nicht, weil Kubica trotz schnellster Runden nicht näher als eine Sekunde heran kam.
Die schärfsten Verfolger des Ferrari-Trios sind weiter der Porsche #6 (Estre/L. Vanthoor/Campbell), der Toyota #8 (Buemi/Hartley/Hirakawa) und der BMW #15 (D. Vanthoor/Magnussen/Marciello). Weiter hinten gab es weitere Probleme.

Mick Schumachers Alpine abgeschleppt

Diese betrafen unter anderem das Auto von Mick Schumacher: Jules Gounon drehte sich im Alpine #36 (Gounon/Makowiecki/Schumacher) in der Mulsanne-Kurve und blieb im Kiesbett stecken. Der Franzose musste von den Sportwarten geborgen werden und verursachte dadurch eine kurze Full-Course-Yellow.
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Da ist der Wurm drin: Schumacher-Alpine vergräbt sich im Kies

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Cadillac tritt von einem Fettnäpfchen ins nächste. Mittlerweile ist der Action-Express-Cadillac #311 (Aitken/Drugovich/Vesti) nach einem Verlust des Vortriebs aus dem Rennen, es soll sich um einen ähnlichen Defekt handeln wie bei der zuvor ausgeschiedenen #101. Und die beiden Renner von Jota fallen vor allem durch Strafen und Ausritte auf.
In der LMP2-Klasse kristallisiert sich ein Zweikampf um den Sieg heraus, und zwar zwischen dem Inter-Europol-Oreca #43 (Smiechowski/Dillman/Yelloly) und dem Panis-Oreca #48 (Gray/Masson/Perera). Beide trennen aktuell rund 20 Sekunden. Der viertplatzierte Iron-Lynx-Oreca #9 (Ried/Capietto/De Gerus) ist bereits überrundet.
Trotz der Durchfahrtsstrafe bestimmt der Manthey-Porsche #92 (Hardwick/Pera/Lietz) das Geschehen in der LMGT3-Klasse. Er liegt knapp eine Minute vor dem AF-Corse-Ferrari #21 (Heriau/Mann/Rovera), und in beiden Fahrzeugen haben die Bronze-Fahrer schon große Teile ihrer Mindestfahrzeit hinter sich gebracht.
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Quelle: Eurosport


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