Porsche nicht mehr in Le Mans und stattdessen in der Formel 1?

Vorstand Michael Steiner deutet an, dass Porsches Engagement in Le Mans nicht in Stein gemeißelt ist: "Da gibt es noch gar keine Entscheidung." Eine interessante Aussage vor dem Hintergrund, dass der Vorstand das Le-Mans-Programm ursprünglich bis Ende 2018 genehmigt hat. Dass nun Zweifel an Porsches Zukunft in Le Mans aufkommen, hängt mit einem möglichen Engagement in der Formel 1 zusammen.

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Der Zuffenhausener Sportwagenhersteller kann sich gut vorstellen, einen Antriebsstrang an Formel-1-Teams zu liefern, und sitzt daher bei den nächsten Motorenmeetings der Königsklasse mit am Tisch.
Ansonsten war Le Mans 2017 aus Steiners Sicht "ein Hoch und Tief am laufenden Band. Am Ende haben wir mit dem Auto, das wir in der Box fast eine Stunde reparieren mussten, wo wir im Prinzip den ganzen Vorderachsantrieb ausgebaut haben, gewonnen. Heute hat der gewonnen, der durchgehalten hat. Insofern war es ein wahnsinnig spannendes Rennen, aber sicherlich auch ein sehr ungewöhnliches."

Am Ende gewinnt immer Porsche

Und trotz aller Dramen gewann am Ende zum dritten Mal hintereinander ein Porsche. Was einige dazu verleitet, das alte Gary-Lineker-Zitat aus dem Fußball ("22 Männer jagen 90 Minuten lang einem Ball hinterher, und am Ende gewinnen die Deutschen") für den Motorsport zu zweckentfremden.
"Wenn man dieses und letztes Jahr anschaut, könnte man den Eindruck gewinnen", lacht Steiner. "Aber wir haben beide Jahre nie aufgegeben und gekämpft bis zur letzten Sekunde. Das ist belohnt worden. Man sagt auch: Le Mans gewinnt man nicht, Le Mans lässt einen gewinnen. Und das hat heute wieder stattgefunden."
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