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24h von Le Mans: Toyota mit Fernando Alonso auf Pole in Le Mans

Mit Video | Alonso-Toyota mit Fabelzeit auf Pole in Le Mans

15/06/2018 um 00:19Aktualisiert 15/06/2018 um 09:13

Kazuki Nakajima sichert Fernando Alonso die Pole Position bei den 24 Stunden von Le Mans 2018. Zahlreiche Verbesserungen im letzten Qualifying bringen dem Toyota den Platz an der Sonne für das am Samstag (15 Uhr live im Eurosport Player) startende 24-Stunden-Rennen. Nakajima legte dabei die zweitschnellste je gefahrene Runde in Le Mans hin.

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Im dritten und letzten Qualifying zur 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans wurden die Zeiten noch einmal deutlich verbessert, am Polesetter hat sich jedoch nichts geändert: Der Toyota #8 von Kazuki Nakajima, Sebastien Buemi und Fernando Alonso wird am Samstag um 15 Uhr das Feld in das berühmteste Langstreckenrennen der Welt führen. Kazuki Nakajima verbesserte die Zeit in der dritten Sitzung auf 3:15.377 Minuten.

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Damit hat der Japaner die zweitschnellste Runde aller Zeiten auf dem Circuit de la Sarthe gedreht, nur Kamui Kobayashis Rekord von 3:14.791 Minuten im Vorjahr war noch schneller. Der Rekordhalter bekam keine freie Runde, sodass am Ende die 3:17.377 Minuten aus der ersten Sitzung stehen blieben. Damit war der Toyota #7 (Conway/Kobayashi/Lopez) haargenau zwei Sekunden langsamer als das Schwesterfahrzeug.

Die neuen Bestmarken wurden gleich zu Beginn der Sitzung gefahren, die wesentlich gesitteter ablief als das zweite Qualifying, in dem es eine Slow Zone nach der nächsten nebst zweier Roter Flaggen gab. Das dritte Zeittraining lief mit nur wenigen Gelbphasen durch, doch effektiv waren nur 1:20 Stunden lang schnelle Runden möglich. Dann setzte der angesagte Regen ein und bereitete der Zeitenjagd ein Ende.

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Bei den privaten LMP1 wurde Rebellion der Favoritenrolle gerecht: Die beiden R13 bilden die zweite Startreihe. Thomas Laurent fuhr fast zeitgleich mit Nakajimas Bestzeit die schnellste Runde, die je ein Fahrzeug ohne Hybridantrieb auf der 13,626 Kilometer langen Strecke absolviert hat: 3:18.252 Minuten waren gut genug für den dritten Startplatz, gefolgt vom Schwesterfahrzeug #1 (Lotterer/Jani/Senna) in 3:19.449 Minuten. Es folgen die drei Dallara BR1 von SMP und Dragonspeed, der ByKolles-CLM und die beiden Manor-Ginettas, die am Donnerstag endlich regelmäßig unterwegs waren und alle LMP2 hinter sich ließen.

TDS fängt IDEC ab - unter Vorbehalt

In der kleinen Prototypenklasse gab es einen wie erwartet engen Schlagabtausch. Zunächst verbesserte Paul-Loup Chatin im IDEC-Oreca #48 (Lafargue/Chatin/Rojas) den LMP2-Rekord auf 3:24.842 Minuten und wehrte damit einen Angriff von Nathanael Berthon im DragonSpeed-Oreca #31 (Gonzalez/Maldonado/Berthon) ab, der in 3:24.883 Minuten die Polezeit vom Mittwoch ebenfalls unterbot, aber aufgrund der Verbesserung von Chatin doch nur die zu dem Zeitpunkt zweitbeste Zeit bewerkstelligte.

Als es schon so aussah, als wäre die Zeitenjagd vorbei und es würde an die Rennvorbereitung gehen, brannte wie aus dem Nichts Loic Duval im TDS-Oreca #28 (Perrodo/Vaxiviere/Duval) eine Zeit von 3:24.816 Minuten in den Asphalt. Erneuter LMP2-Rekord und die Pole-Position für die Mannschaft aus Saint-Aunes. Doch es ist noch nicht sicher, ob diese Pole-Position Bestand haben wird, denn Duval wurde per Zufallsgenerator zum Wiegen beordert, allerdings hielt er nicht in der Scrutineering-Box an. Eine Entscheidung ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht gefallen.

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Sofern TDS die Pole behält, gehen vier Oreca 07 von den ersten vier Positionen ins Rennen, dahinter sorgte der Paniz-Barthez-Ligier #23 (Buret/Canal/Stevens) auf Rang fünf in 3:25.376 Minuten für eine echte Überraschung und sicherlich für ein Aufatmen bei Onroak/Ligier. Dennoch ist die Oreca-Übermacht erdrückend: Nur zwei Ligiers konnten in die Phalanx der Orecas in den Top 10 eindringen (auch wenn einer davon mit Alpine-Branding unterwegs ist).

Für Dallara setzte es, nachdem es am Mittwoch gar nicht so schlecht ausgesehen hatte, doch noch eine Klatsche, weil nennenswerte Verbesserungen ausblieben: Der beste P217 kam nur auf die zwölfte Position - ausgerechnet jener Villorba-Corse-Dallara #47 (Lacorte/Sernagiotto/Nasr), der im zweiten Qualifying den heftigen Unfall mit Giorgio Sernagiotto am Steuer hatte. Dem Italiener geht es gut, nachdem er in der zweiten von drei Qualifying-Sitzungen durch die Luft flog.

Porsche-Doppelpole in der GTE Pro

Wie erwartet wurde die Bestzeit in der GTE Pro nicht mehr angegriffen. Die 3:47.504 Minuten von Gimmi Bruni im Porsche #91 (Lietz/Bruni/Makowiecki) waren einfach zu gut, um noch attackiert zu werden. Auch die Plätze zwei und drei des Porsches #92 (Christensen/Estre/Vanthoor; 3:49.097 Minuten) und Ganassi-Fords #66 (Mücke/Pla/Johnson; 3:49.181) blieben unverändert.

Neu auf Platz vier geschoben hat sich allerdings der AF-Corse-Ferrari #51 (Pier Guidi/Calado/Serra), der die Sitzung noch auf Rang fünf in Angriff genommen hatte. Alessandro Pier Guidi fuhr eine Zeit von 3:49.494 Minuten samt einer absoluten Bestzeit im dritten Sektor und fing damit noch den Ganassi-Ford #68 (Hand/Müller/Bourdais) ab.

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Eine deutliche Verbesserung gab es am Donnerstagabend noch von der Corvette #63 (Magnussen/Garcia/Rockenfeller), die sich in 3:50.242 Minuten auf Platz neun verbesserte. Selbst diese Zeit war noch schneller als der bisherige GTE-Rekord. Die MTEK-BMWs starten von den Positionen zwölf und 13. Aston Martin steht nach wie vor auf verlorenem Posten: Mit einer Zeit von 3:52.486 Minuten musste sich die Prodrive-Mannschaft gleich vier GTE-Am-Teams beugen.

In der Amateurklasse blieb es ebenfalls bei der Bestzeit vom Mittwochabend. Die 3:50.728 Minuten von Matteo Cairoli im Proton-Porsche #88 (Cairoli/Al Qubaisi/Roda) hielten. Allerdings musste Proton Competition die Doppelspitze abgeben, denn Ben Barker brachte den Gulf-Porsche #86 (Wainwright/Barker/Davison) in 3:51.391 Minuten noch vor den zweiten Proton-Porsche auf die zweite Position. Bester Nicht-Porsche bleibt der Spirit-of-Race-Ferrari #54 (Flohr/Castellacci/Fisichella) auf der vierten Position mit der Zeit vom Mittwoch.

Am Freitag wird es traditionell auf der Strecke ruhig bleiben, bevor am Renntag bereits um 9 Uhr die Action mit dem Warm-up beginnt. Start zur 86. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans ist dann am Samstagnachmittag um 15 Uhr.

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