David Alaba auf dem Weg zum Superstar: Der nächste Schritt, bitte!

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Zwei Ziele hat David Alaba diese Saison schon erreicht: Er ist zurück in der Stammelf des FC Bayern München und fährt mit Österreich zur EM. Nun will er mehr Verantwortung übernehmen - und wird sich so bei Pep Guardiola zwangsläufig noch beliebter machen.

Pep Guardiola with David Alaba (FC Bayern)

Fotocredit: Imago

David Alaba hat spezielle Parameter für seinen Ausnahmestatus in Österreich, insbesondere in Wien. Da wäre zum Beispiel der Fußgängerzonen-Parameter. "Die Kärntner Straß'n rauf und runter laufen ist nicht mehr so möglich wie vor ein paar Jahren", sagte der Austria-Star des FC Bayern und guckte dabei ein bisschen verdrießlich drein.
Er ist halt sehr populär in Österreich, als Sportler der Jahre 2013 und 2014, als absolutes Aushängeschild der jungen Nationalmannschaft, die sich so souverän für die EM in Frankreich qualifiziert hat. Da bewegt es sich nicht mehr so ungeniert.
Fußballerisch muss sich Alaba dafür immer weniger einschränken. In Österreichs Team nimmt er eine zentrale Rolle ein und auch Pep Guardiola hat einen Narren an ihm gefressen. Louis van Gaal sagte einst: "Müller spielt immer!" Bei Guardiola heißt es de facto: Alaba spielt immer, wenn auch in wandelnden Rollen.
Dass ihm eine zentrale Rolle im Mittelfeld lieber wäre, hat der 23-Jährige schon oft gesagt. Aber er murrt nicht, wenn ihn Guardiola bei Bayern mal als Linksverteidiger, mal als linken Innenverteidiger aufbietet. "Ich fühle mich im Mittelfeld und links sehr wohl, aber ich kann sehr flexibel spielen, auch auf anderen Positionen", sagt er. Hauptsache er spielt.
Dass er von Jahr zu Jahr besser, noch sicherer wird, kann jeder sehen. Manchmal hat man lediglich den Eindruck, Alaba wisse selbst gar nicht, wie gut er ist. Was Guardiola nun von ihm fordert, ist mehr Verantwortung zu übernehmen. Ein Lautsprecher wird der Österreicher nie sein, das widerspricht seinem eher relaxten Naturell. Aber ein verhuschter Bubi ist er eben auch nicht mehr, mit nunmehr 23 Jahren und unangefochtenem Stammspielerstatus beim deutschen Rekordmeister. So sagt er über seine Rolle im Nationalteam und vielleicht auch bald schon bei Bayern:
Dass er in dieser Saison schon wieder nahezu immer spielt, wird da schon beinahe beiläufig wahrgenommen. Dabei musste er sich erst wieder herankämpfen, ein Innenbandriss im linken Knie raubte ihm schließlich die letzten acht Saisonwochen 2014/15. "Mein erstes Ziel habe ich erreicht: nach meiner Verletzung wieder Fuß zu fassen in der Mannschaft", sagt er. Mit der erfolgreichen EM-Qualifikation folgte der zweite Schritt dicht darauf, weitere Ziele gibt's dann erst zum Ende der Saison zu erreichen: wenn der Triple-Durst der Bayern gestillt werden will.
Der Saisonstart ließ sich ja schon mal hervorragend an. "Wir sind schnell in unseren Rhythmus gekommen, aber es ist noch ein sehr weiter Weg, bis die Titel vergeben werden", meint Alaba, der sich nicht verrückt machen lassen will von all den Meldungen über die Super-Bayern. Er denkt seit jeher Schritt für Schritt, nur stetig nach oben muss es gehen, so baute sich bis hierher seine Karriere auf.
Sein Marktwert steigt peu a peu, die Marke Alaba wird größer und größer, sein Einfluss im Team zwangsläufig auch. Und das mit der Kärntner Straße ist letztlich auch zu verschmerzen. "Mir ist bewusst, dass ich in der Öffentlichkeit stehe", sagt er, "aber es ist auch schön, den Unterschied zu früher zu spüren".
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