Der Abschied von Pep Guardiola vom FC Bayern München ist keine Katasprophe

Pep Guardiola wird den FC Bayern im Sommer verlassen, mit Carlo Ancelotti steht bereits ein prominenter Nachfolger in den Startlöchern. Wird der Umbruch auf der Trainerbank den Rekordmeister stärken oder schwächen und inwiefern wird Ancelotti den Verein verändern?

Eurosport

Fotocredit: Eurosport

Ein Kommentar von Eurosport-Chefredakteur Thomas Janz
Jetzt ist es also offiziell: Pep Guardiola verlässt den FC Bayern zum Saisonende. Carlo Ancelotti übernimmt.
Ein Coup, den Karl-Heinz Rummenigge und die gesamte Führungsetage in Reihen des Rekordmeisters in den letzten Wochen professionell und unaufgeregt in Sack und Tüten gepackt haben.
Schließlich ist dieser Trainerwechsel keine "schöne Bescherung zur Weihnachtszeit", sondern ein Glücksfall für den Renommierklub von der Säbener Straße. Guardiolas Verhältnis zur Mannschaft ist intakt, die Türe zu einem möglichen Triple steht weit offen. Thomas Müller, Philipp Lahm & Co. sind auf Erfolg gepolt. Gleichzeitig gilt es fortan Spiel für Spiel eine Empfehlung an den neuen Trainer abzugeben.
Der FC Bayern konnte und wollte dem Machtmenschen Guardiola nicht voll und ganz gerecht werden. Ob Transferpolitik oder Arztfrage - zwischenzeitlich kam es wiederholt zu - wenn auch kleinen - Scharmützeln. Zwischen Rummenigge und der spanischen Entourage um Guardiola kam nie wirkliche Nähe im ursprünglichen Sinne des "Mia san Mia" auf.
Zudem liefen sportliche Entscheidungen vollends am Vorstandsvorsitzenden vorbei. Und während er im Hintergrund die Zukunft des FC Bayern mit der Verlängerung der Verträge von Jérôme Boateng, Thomas Müller, Javi Martínez und Xabi Alonso in Stein meißelte, war sein Werben um Guardiola nur mehr halbherzig.
Mit Ancelotti kommt ein Mann, der die Mannschaft wieder mehr in den Mittelpunkt rücken wird. Und zwar nicht mit leeren Worthülsen wie "ich liebe meine Spieler", um sowohl die Medien als auch die Öffentlichkeit zu beschwichtigen, sondern mit offenen und ehrlichen Worten.
Es wird wieder ruhiger zugehen an der Seitenauslinie bei Spielen des FC Bayern. Und das ist gut so.
Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung