FC Bayern - Uli Hoeneß über Franck Ribéry, die "alte" Bayern-Mannschaft, junge Spieler und China

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Uli Hoeneß spricht Klartext. In Vaduz ist der Vereinspräsident des FC Bayern München als Star-Gast des Events "Meet the President" geladen. Dabei schneidet Hoeneß mit scharfer Zunge jene Themen an, die den FCB bewegen: der nahende Umbruch einer Mannschaft um Franck Ribéry und das Dilemma junger Spieler wie Joshua Kimmich. Für Bayern-Trainer Carlo Ancelotti gibt's eine indirekte Warnung.

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Fotocredit: Eurosport

20.000 Schweizer Franken erhält Uli Hoeneß für seinen Auftritt in Liechtenstein, das sind 18.300 Euro. Seine Gage spendet er der "Bayern-Hilfe e.V.", dann legt er los. Der "Blick" liefert Zitate.
Bayern München unterhält viele reifere Semester in seinem Kader, Franck Ribéry (34) oder Arjen Robben (33) etwa, beide bis 2018 gebunden; Philipp Lahm (33) und Xabi Alonso (35) hören ja zum Saisonende auf.
"Wir haben eine Mannschaft, die ein bisschen in die Jahre gekommen ist, aber für mich gibt's keine alten oder jungen Mannschaften, sondern nur gute und schlechte", sagt Hoeneß. "Schauen sie sich mal die Abwehr von Juventus Turin an, da ist keiner unter 33. Und die werden wahrscheinlich, so wie ich das sehe, Champions-League-Sieger dieses Jahr, die werden Real schlagen. Da fragt auch keiner, ob die jetzt zu alt sind."
Der 65-Jährige gerät ins Plaudern:
Dass Bayerns Jungprofis wie Joshua Kimmich (22), Kingsley Coman (20) oder Renato Sanches (19) kaum ran durften, aber bald zu Säulen werden sollen, hat Hoeneß registriert. Trainer Carlo Anclotti erhält deshalb einen unterschwelligen Befehl.
Bedeutet: mehr Einsatzzeit, bitte, als Maßnahme zur Weiterentwicklung, ehe sich Ribéry und Konsorten in die Fußball-Rente verabschieden. Und wahrscheinlich auch: ehe Asien angreift. "Die Chinesen kommen neu auf den Markt", weiß Hoeneß, Fußball soll dort zur Sportart Nummer eins avancieren - so will es die Regierung. Der Bayern-Patriarch philosophiert.
Die astronomisch geformten Gehaltskurven in China hält Hoeneß für "teilweise alarmierend. Wir werden dieses Jahr wieder ein Rekord-Jahr machen, aber wenn das so weitergeht, werden andere Vereine, die nicht so strukturiert sind wie wir, Verluste machen." Ein anschauliches Exempel erhält das Plenum obendrauf - gratis sogar.
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