Matthias Sammer zeigt es auf: Das fehlte der Eintracht Frankfurt gegen den 1. FSV Mainz 05

Das Duell zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt (1:1) zum Auftakt des 10. Bundesliga-Spieltages war definitiv kein Fußball-Leckerbissen. Am Ende trennten sich die beiden Mannschaften mit einem Unentschieden. Dafür gab es diverse Gründe, wie Eurosport-Experte Matthias Sammer am Freitagabend vor allem auch auch an seiner kultigen Taktiktafel analysierte.

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Fotocredit: Eurosport

Der Gang zur in der modernen Fußball-Welt beinahe antik wirkenden Taktiktafel in der Halbzeit des Freitagsspiels ist für Eurosport-Experte Matthias Sammer mittlerweile obligatorisch.
Beim Verschieben der Magnete blüht er auf - und seine Analysen werden mit simpelsten Methoden noch verständlicher. Und so bekam auch das insgesamt eher wenig mitreißende 1:1 (0:1) zwischen dem 1. FSV Mainz 05 und Eintracht Frankfurt zumindest etwas Tiefe.
Sammer zeigte nämlich auf, was der eigentlich auswärtsstarken und im Vorfeld als leichter Favorit ausgemachten Eintracht zum Sieg gegen den Nachbarn fehlte.

Frankfurt findet die Räume nicht

"Es war ein Spiel Mann gegen Mann, das sich unter taktischen Gesichtspunkten neutralisiert hat", setzte Sammer an und konkretisierte:
Doch der Wunsch blieb unerfüllt, trotz viel kämpferischen Einsatzes blieben die Stürmer zu statisch und Räume ungenutzt. Die Konsequenz waren viele lange, ungenaue Bälle und eine stetige Lücke zwischen Mittelfeld und Angriff.
Zudem fehlte in entscheidenden Situationen ein Schuss individuelle Qualität. Torchancen und Ballstaffetten waren dementsprechend rar, so dass sich Mainz zurückkämpfen konnte und den Rückstand durch das Eigentor von Stefan Bell (37.) durch ein sehenswertes Tor von Suat Serdar (71.) egalisierte.
Richtig unzufrieden war mit dem Resultat aber dann keiner. "In der zweiten Halbzeit haben wir all das verloren, was wir in der ersten Halbzeit ganz gut gemacht haben. Der Gegner hat dann Druck aufgebaut", resümierte Eintracht-Trainer Niko Kovac, der sich mit einem Punkt dann aber auch zufrieden gab.

Zu hektisch, zu wenig Raffinesse

Auffällig war, dass sein Team zu hektisch agierte und den Ball oftmals zu leichtfertig hergab. Nicht nur Sammer weiß: "Du brauchst die Kugel, um für Entlastung zu sorgen!"
Mainz indes fehlte es ebenfalls an Raffinesse. "Mit ein bisschen Glück können wir vielleicht dann noch mehr in der Box erzwingen. Am Ende ist es ein gerechtes Unentschieden", gab sich aber auch FSV-Coach Sandro Schwarz mit einem Remis zufrieden.
"Dieses Spiel hatte keinen Sieger verdient", bilanzierte Sammer. Dieses Fazit war dann auch ohne Taktiktafel klar genug.
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