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Poker um Horst Heldt wird zur Schlammschlacht zwischen Köln und Hannover
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Publiziert 26/11/2017 um 19:08 GMT+1 Uhr
Toni Schumacher hat das aggressive Werben des 1. FC Köln um Hannovers Sportchef Horst Heldt verteidigt und den Niedersachsen den Schwarzen Peter zugeschoben. "Wir haben mitbekommen, dass bei Hannover in der Führungsriege so einige Dinge nicht stimmen. So sind wir erst auf die Idee gekommen, mit ihm zu sprechen", sagte Kölns Vizepräsident vor dem Spiel seines Klubs gegen Hertha BSC bei "Sky".
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Schumacher bezog sich auf das Verhältnis zwischen Horst Heldt und Aufsichtsratsmitglied Martin Andermatt, das laut des ehemaligen Nationaltorhüters "bekanntermaßen nicht gut ist".
Ein Vorwurf, den Hannovers Präsident Martin Kind nicht auf sich sitzen ließ.
"Toni Schumacher sollte über Köln reden, damit hat er genug zu tun. Dass er sich nun über angebliche Probleme bei Hannover äußert, zeigt doch nur, wie groß der Druck in Köln ist. Das ist niveaulos und gehört sich nicht", sagte Kind am Sonntagabend im Gespräch mit "Sky":
Schumacher hatte zuvor bekräftigt, dass Heldt die seit der Entlassung von Jörg Schmadtke vakante Stelle des Sportdirektors beim 1. FC Köln unbedingt übernehmen wolle.
"Horst Heldt ist jetzt an der Reihe. Er will mit seinem Anliegen zu Herrn Kind gehen, ihm sagen, dass es eine Herzensangelegenheit ist, und fragen, was man machen kann", so Schumacher.
Kind: Keine Freigabe für Heldt
Das Problem: Heldt hat bei 96 noch einen Vertrag bis 2020 - und Kind denkt nicht daran, ihn vorzeitig ziehen zu lassen.
"Wir sind sehr zufrieden mit Herrn Heldt. Er macht einen guten Job und ist sehr anerkannt", sagte Kind vor wenigen Tagen im Eurosport-Interview:
Kind verwies darauf, dass man Heldt kurzfristig nicht ersetzen könne:
Schumacher: Problem liegt bei Hannover
Kind unterstellt demnach dem FC ein Problem, Schumacher sieht die Schwierigkeit bei den Niedersachsen.
"So wie ich Horst kennengelernt habe, wird er alles in die Waagschale werfen, dass er zu uns kommen kann. Aber das sind Probleme, die Hannover intern zu klären hat. Wir können das aus der Ferne nicht mehr beeinflussen", stichelte der Europameister von 1980.
Sollte Kind am Ende stur bleiben, dann "ist es eben so". Man habe bereits mit mehreren Kandidaten gesprochen, so Schumacher, der keine konkreten Namen nennen wollte, und stattdessen in Klamauk abdriftete.
"Wir sprechen bei Köln nicht zwangsläufig zuerst mit unserem Wunschkandidaten. Wir haben uns angewöhnt, nach dem Alphabet vorzugehen. Wenn wir drei Kandidaten haben, nehmen wir den, der im Alphabet ganz vorne steht, damit sich keiner auf den Schlips getreten fühlt".
Bei H wie Heldt ist man offensichtlich bereits angekommen.
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