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Europa League: Niederlage in Belgrad - 1. FC Köln verpasst K.o.-Phase

Köln muss nächste bittere Pille schlucken: "Haben nicht an ein Tor geglaubt"

07/12/2017 um 22:55Aktualisiert 08/12/2017 um 00:17

Der 1. FC Köln hat durch eine 0:1-Niederlage bei Roter Stern Belgrad die K.o.-Phase der Europa League verpasst. Slavoljub Srnic erzielte bereits in der 22. Minute den entscheidenden Treffer des Abends. Somit belegt die Mannschaft von Interimstrainer Stefan Ruthenbeck in der Gruppe H nur Rang drei (6 Punkte) hinter Belgrad (9) und dem FC Arsenal (13).

So lief das Spiel:

Beim Debüt von Stefan Ruthenbeck gab es nach einer knappen Viertelstunde den ersten Aufreger. Nach schönem Doppelpass zwischen Milos Jojic und Salih Özcan war es der Serbe, der die wichtige Führung für den 1. FC Köln hätte erzielen müssen. Doch der schwache Abschluss war kein Problem für Milan Borjan im Tor der Hausherren (14.).

Diese Fahrlässigkeit wussten die Hausherren nur wenige Minuten später zu bestrafen. Die Kölner hatten Slavoljub Srnic im Strafraum vergessen, der bedankte sich und erzielte problemlos die Führung für Roter Stern Belgrad (22.).

Nach der Pause hatte Yuya Osako die erste Chance für den Effzeh. Sein Schlenzer ging jedoch knapp am Kasten vorbei (54.). Anschließend erspielte sich der Tabellenletzte der Bundesliga keine weiteren gefährlichen Situation im Strafraum der Serben. Kurz vor Schluss hätte Richmond Boakye noch auf 2:0 für die Gastgeber erhöhen müssen. Der Ghanaer vergab jedoch kläglich vor dem Kasten von Timo Horn (90.+1).

So blieb es am Ende beim 1:0 für Belgrad. Der 1. FC Köln ist somit aus der Europa League ausgeschieden.

Die Stimmen:

Stefan Ruthenbeck (Trainer 1. FC Köln): "Das ist bitter. Belgrad hatte bis zur 90. Minute nur eine Torchance, wir hatten gerade in der ersten Halbzeit unsere Möglichkeiten. Wir haben alles versucht. Ich hatte aber das Gefühl, dass der eine oder andere da vorne nicht geglaubt hat, Tore zu machen. Da fehlte es an Selbstvertrauen. Das ist normal, wenn man die Probleme hat, die wir gerade haben."

Timo Horn (1. FC Köln): "Wir waren zu harmlos im Abschluss. Wenn wir in Führung gehen, läuft es anders. So hat Belgrad eine Chance und gewinnt das Spiel. Nach 60 Minuten kam von uns offensiv nicht mehr viel. Die spielerischen Mittel fehlen uns hier und da. Heute war es leider zu wenig."

Das fiel auf:

Die Kölner wirkten platt und kraftlos - kein Wunder bei der Verletztensituation. Nur 13 Profis, zwei davon Torhüter waren nach Belgrad gereist. Der Kader wurde mit Amateuren und Jugendspielern aufgefüllt.

Der Tweet zum Spiel:

Mindestens bis Weihnachten.

Die Statistik: 3

Mit dem Effzeh scheidet auch der dritte deutsche Starter aus der Europa-League aus. Leipzig und Dortmund, die aus der Champions-League abgestiegen sind vertreten ab der K.o.-Phase die Bundesliga.

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