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Kevin Großkreutz spricht über Thomas Tuchel und seinen Abschied von Borussia Dortmund
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Publiziert 08/09/2015 um 23:12 GMT+2 Uhr
Sechs Jahre spielte Kevin Großkreutz in der Profimannschaft von Borussia Dortmund. Vom neuen Trainer wurde das "Urgestein" zur Regionalliga-Mannschaft abgeschoben, Thomas Tuchel fand keine Verwendung mehr für den Weltmeister. Nach dem Abschied in die Türkei sprach Großkreutz in der "Bild" nun erstmals über sein Verhältnis zu dem Trainer, der ihn bei seiner großen Liebe vom Hof gejagt hat.
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In Dortmund geboren, in Dortmund aufgewachsen, in Dortmund das Fußballspielen gelernt. Kein Wunder, dass Kevin Großkreutz als "Dortmunder Jung" bezeichnet wird. Als Dreijähriger war er zum ersten Mal auf der Südtribüne des Signal Iduna Parks, der damals noch Westfalenstadion hieß. Der jetzt 27-Jährige war der Inbegriff des spielenden Fans. Unter dem neuen Coach Thomas Tuchel ging dieses Märchen nun abrupt zu Ende.
Und was sagt der enttäuschte Weltmeister dazu?
Zur Erklärung: Nach diversen Verletzungen wie einem Innenbandriss, einem Muskelbündelriss, Rückenproblemen und einer Knie-OP war Großkreutz fast die komplette erste Jahreshälfte nicht spielfähig. Unter Tuchel wollte der Weltmeister wieder voll angreifen, doch der Coach schickte ihn trotz der Verletzungen von Lukasz Piszczek und Erik Durm zu den Amateuren. Es gab keine Perspektive mehr im Profiteam.
Für Großkreutz eine schwer zu verdauende Situation, denn er liebt "seine" Borussia von Kindesbeinen an. Dennoch sagt er über den Trainer, der ihn ausgebootet hat: "Ich bin nicht sauer auf Tuchel!"
Wie bitte? Nicht sauer auf Tuchel?
Schwer vorstellbar, denn direkt danach ergänzt Großkreutz: "Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht sagen." Es scheint, als würde der Stachel immer noch sehr tief sitzen beim in Dortmund-Eving geborenen Profi.
Neues Abenteuer mit Freund Podolski
Nun aber geht Kevin Großkreutz voller Elan an seine neue Aufgabe bei Galatasaray heran. Dabei kann er nach einer unsäglichen Transferpanne erst im neuen Jahr für den türkischen Rekordmeister auflaufen, aber der flexibel einsetzbare Außenspieler wollte keine Zeit verlieren und zog schon jetzt in die Bosporus-Metropole. Die Begründung liest sich auch logisch:
Das Hauptaugenmerk für den Transfer zu "Gala" waren die Gespräche mit den Verantwortlichen und die sportliche Perspektive. Erfreulicher Nebeneffekt: Das Zusammenspiel mit seinem Freund Lukas Podolski, auf den sich Kevin Großkreutz besonders freut: "Es ist geil, dass ich mit Poldi in Istanbul auf einen guten Freund treffe." Ab Januar 2016 können die beiden Kumpels dann gemeinsam in Rot-Gelb wirbeln.
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