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Leichtathletik-WM in Peking: Titelverteidiger David Storl problemlos im Kugel-Finale
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Publiziert 23/08/2015 um 04:55 GMT+2 Uhr
Kugelstoß-Weltmeister David Storl (Leipzig) hat bei der Leichtathletik-WM in Peking ganz souverän das Finale am Sonntag erreicht. Der 25-Jährige stieß in der Qualifikation am Morgen im ersten Versuch starke 21,26 m und übertraf die geforderte Marke von 20,65 m deutlich. "Ich wollte einen Versuch machen und dann direkt zurück ins Hotel, das habe ich geschafft", sagte Storl.
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Storls großer Konkurrent Joe Kovacs stieß die Kugel noch zehn Zentimeter weiter auf 21,36 m, dies gelang dem Amerikaner aber erst im zweiten Versuch. Kovacs führt die Weltjahresbestenliste mit 22,56 m vor Storl (22,20) an.
Als Drittbester erreichte Altmeister Reese Hoffa (USA) das Finale, der 37 Jahre alte Weltmeister von 2007 kam auf 20,75 m. Auch Hoffas Landsmann Christian Campbell, Weltmeister von 2009, schaffte mit 20,63 den Einzug in die Medaillenentscheidung.
Storl, der 2011 und 2013 WM-Gold geholt hatte, kann in Peking als zweiter Stoßer nach dem Schweizer Werner Günthör (1987, 1991, 1993) zum dritten Mal in Folge Weltmeister werden. Bereits am Samstag hatte Christina Schwanitz (LV Erzgebirge) in Peking bei den Frauen den Titel geholt. Noch nie gingen bei einer WM Männer- und Frauen-Gold im Stoßen in dasselbe Land.
Ennis-Hill auf Goldkurs, Schäfer patzt
Jessica Ennis-Hill greift nach ihrer Babypause wieder nach Gold, für Claudia Rath liegt eine Medaille im Siebenkampf bei der WM in Peking dagegen fast schon außer Reichweite. Die WM-Vierte von 2013 aus Frankfurt fiel nach 41,31 m im Speerwurf vor den abschließenden 800 m mit 5471 Punkten auf Platz neun zurück.
Rath gilt zwar als starke Läuferin, der Rückstand auf Bronze von 141 Zählern dürfte aber zu groß sein. Zuvor hatte die Frankfurterin mit 6,61 Metern die Bestmarke in ihrer Paradedisziplin Weitsprung erzielt.
Für Carolin Schäfer (Friedrichstein) war der Traum von einer Medaille schon früh am Sonntag geplatzt. Die mit großen Hoffnungen nach China gereiste Nummer zwei der Welt blieb im Weitsprung ohne gültigen Versuch. "Ich habe mich noch nie in einem so großen Stadion so einsam gefühlt", sagte sie der ARD. Im Februar war ihr Freund tödlich verunglückt.
Olympiasiegerin Ennis-Hill (Großbritannien) liefert ein Jahr nach der Geburt ihres Sohnes Reggie weiter eine furiose Vorstellung ab und führt das Feld mit 5706 Zählern deutlich an. Top-Favoritin Brianne Theisen-Eaton (5612/Kanada) liegt auf Rang drei knapp hinter der Niederländerin Nadine Broersen (5620).
Jennifer Oeser zeigt nach ihrer Verletzungs- und Babypause eine solide Vorstellung. Die frühere Vize-Weltmeisterin aus Leverkusen liegt bei ihrem Comeback auf der großen Bühne mit 5400 Zählern derzeit auf Platz 13.
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